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Propagandalügen

Nichts neues im neuen Jahr

01.01.2007  






Eine Reuters-Meldung vom Montag zeigt überdeutlich, daß auch in diesem Jahr Medien zur Manipulation der Öffentlichkeit benutzt werden - liefert aber auch zumindest kleine Einblicke in die wahren Umstände der "irakischen" Regierung.

Unter Berufung auf einen anonymen "hochrangigen irakischen Beamten" berichtete die Nachrichtenagentur, die US-Besatzer hätten den "irakischen" Premierminister Nouri al-Maliki gedrängt, die Hinrichtung Saddam Husseins um zwei Wochen zu verschieben und ihren Widerstand erst in letzter Minute aufgegeben.

"Die Amerikaner wollten die Hinrichtung um 15 Tage verschieben, weil sie nicht scharf darauf waren, ihn direkt hinrichten zu lassen", so der "hochrangige irakische Beamte" Reuters zufolge, der vorgeblich an den "Ereignissen, die zu Saddams Tod führten, beteiligt" war. "Aber während des Tages [Freitag] stellte das Büro des Premierministers alle von ihnen angeforderten Dokumente zur Verfügung und die Amerikaner änderten ihre Meinung, als sie sahen, daß der Premierminister sehr hartnäckig war. Dann war es nur noch eine Frage der Details."

Schon die Tatsache, daß die "irakische" Regierung kaum mehr als eine Marionette der US-Besatzer ist, zeigt deutlich, wie weit diese Behauptung die Tatsachen verdreht. Noch augenfälliger wird dies aber zweifellos angesichts des Umstands, daß sich der durch den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der USA gegen sein Land gestürzte Hussein bis zuletzt in US-Gefangenschaft befand. Wären die Besatzer daran interessiert gewesen, seine Hinrichtung um zwei Wochen zu verzögern, so hätten sie ihn nicht seinen Henkern ausgeliefert.

Noch bemerkenswerter sind allerdings die in dem Artikel genannten Umstände, die zur Übergabe Husseins führten. Der "irakische" Präsident Jalal Talabani hatte sich zuvor geweigert, das Todesurteil Husseins zu unterzeichnen. Ebenfalls nicht genannte "Beamte" - es ist nicht klar, ob hiermit Iraker oder US-Besatzer gemeint waren - sagten Reuters zufolge, "Berater" Talabanis hätten schließlich einen Brief vorgelegt, demzufolge Talabanis Zustimmung nicht notwendig sei.

Entweder, Talabani beugte sich also widerspruchslos diesem Machtentzug durch "Berater" - deren Interessenlage nur zu offensichtlich ist - oder seine "Weigerung" war von vornherein nur ein Schauspiel, um von seiner Machtlosigkeit abzulenken. Beide Varianten zeigen allerdings erneut, daß die "irakischen Machthaber" keineswegs jene sind, die auch die Macht im Land besitzen und ausüben.



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