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Das Netz wird zugezogen

Vorbereitungen für Angriff auf den Iran

13.01.2007  






Schon die Verlegung mehrerer Schiffe der US-Marine und des Flugzeugträgers USS Dwight D. Eisenhower mit den entsprechenden Begleitschiffen im September des vergangenen Jahres vor die Küste des Irans war zweifellos ein deutliches Zeichen für Vorbereitungen des US-Militärs auf einen Angriff auf den Iran.

Am 3. Januar berichtete AP nun, daß ein zweiter Flugzeugträgerverband unter Führung der USS John C. Stennis in den Persischen Golf verlegt worden ist. Ursprünglich sollte der atomgetriebene Flugzeugträger in den Pazifik verlegt werden, das Pentagon stimmte allerdings einer Anfrage des US-Central Command (CentCom) zur Verlegung vor die iranische Küste zu. Hochrangige Beamte des US-Verteidigungsministeriums sagten, damit wolle man die "Flexibilität" der Einsatzmöglichkeiten in der Region erhöhen - was keineswegs auf Einsätze gegen den Irak oder Afghanistan beschränkt sein muß.

Einen weiteren deutlichen Hinweis auf laufende Vorbereitungen für einen - seitens einflußreicher Israelis offen geforderten - Angriff auf den Iran lieferte eine Meldung der türkischen Hürriyet vom Samstag. Demnach wurde eine Staffel von 24 US-Kampfflugzeugen des Typs F-16 "Falcon" von Spangdahlem in Deutschland auf die US-Luftwaffenbasis Incirlik bei Adana im Süden der Türkei verlegt. Begleitet wurden die Maschinen von mehreren Tankflugzeugen und einem AWACS-Aufklärungs- und Feuerleitflugzeug.

Einem Bericht der Website F-16.net vom Donnerstag zufolge soll diese Verlegung nach Darstellung des US-Militärs zwar ausschließlich Ausbildungszwecken der Piloten dienen, angesichts der Tatsache, daß Incirlik seit rund drei Jahren nur noch als Zwischenstop für Transportmaschinen des US-Militärs auf dem Weg in den Irak und nach Afghanistan gedient hat, erscheint diese Behauptung allerdings zumindest höchst zweifelhaft. Tatsächlich waren in den vergangenen Monat in Erwartung der F-16-Staffel sogar weitreichende Renovierungsarbeiten an der Basis durchgeführt worden.

Incirlik befindet sich nur rund 800 Kilometer von der Grenze des Irans entfernt, damit wäre der Iran für die F-16 bei Höchstgeschwindigkeit von der Basis aus in etwa 20 Minuten zu erreichen. Angriffe auf den Iran könnten also von den im Persischen Golf stationierten Schiffen und Flugzeugträgern, im Osten aus Afghanistan und mittels Türkei und Irak über die gesamte Westgrenze hinweg erfolgen. Darüberhinaus gab es im vergangenen Februar auch Berichte, die auf eine zusätzliche Nutzung von Militärbasen im nördlich des Iran gelegenen Georgien und Azerbaijan bei einem Angriff schließen lassen, so daß das Land praktisch vollständig eingekreist wäre und Angriffe aus allen Richtungen gleichzeitig zu erwarten wären.

Die einzig verbleibende nennenswerte Grenze ist jene zu Turkmenistan, dies könnte sich allerdings angesichts einer erwarteten "Annäherung" an Europa und die USA nach Neuwahlen - der langjährige Präsident des Landes, Saparmurat Niyazov, war am 21. Dezember des vergangenen Jahres "überraschend" an einem Herzinfarkt gestorben - bald ändern.



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