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Kriegsvorbereitung

Angriff auf Iran rückt näher

24.02.2007  






Zwei Meldungen vom Samstag zeigen einmal mehr, daß es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis ein Angriff auf den Iran seitens der USA und Israels durchgeführt wird.

So berichtete der Weekend Australian, daß US-Vizepräsident Richard "Dick" Cheney in einem Interview gegenüber der Zeitung "die Möglichkeit militärischer Handlungen, um den Iran daran zu hindern, an Atomwaffen zu gelangen, erhöht hat". Tatsächlich entsprechen Cheneys Äußerungen in dem Interview eher einer Ankündigung eines Angriffskrieges gegen den Iran.

Cheney sagte in dem Interview "Ich schätze, daß John McCain und ich ziemlich dicht an einem Einvernehmen sind." Er bezog sich dabei auf McCains Aussage, daß die einzige Sache, die schlimmer als ein Krieg gegen den Iran ein Iran im Besitz von Atomwaffen sei. Anschließend sagte Cheney, er habe keinerlei Zweifel, daß der Iran Uran so weit anreichern wolle, daß es in Atomwaffen verwendet werden kann. Auch wiederholte er den Vorwurf, der Iran unterstütze "Terroristen" - insbesondere die libanesische Hizb Allah. Der Vorwurf der Unterstützung von "Terrorismus" ist seitens des Irans ebensowenig endgültig zu entkräften wie jener, das Land plane den Bau von Atomwaffen. Die USA werden dem Iran immer vorwerfen, noch geheimere Anlagen und noch geheimere Strukturen zur Unterstützung von "Terroristen" zu besitzen, wie dies auch schon im Falle der Vorbereitungen des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges gegen den Irak geschehen ist.

Da Cheney einerseits öffentlich den Standpunkt unterstützt, ein Angriff auf den Iran sei "weniger schlimm" als ein Iran im Besitz von Atomwaffen, er sich andererseits aber absolut überzeugt zeigt, daß der Iran genau dies anstrebt, kann für Cheney kein Zweifel daran bestehen, wie dieses "Problem" zu lösen ist.

Einen weiteren überdeutlichen Hinweis auf weiter voranschreitende Kriegsplanungen liefert ein Artikel des britischen Telegraph. Demnach verhandelt Israel derzeit mit den USA über Überflugrechte israelischer Maschinen über den Irak für den Fall eines Angriffs Israels auf den Iran. Hierfür sei ein Luftkorridor erforderlich, so ein "hochrangiger Beamter des israelsichen Verteidigungsministeriums", der namentlich nicht genannt werden wollte. "Wir planen für jede Eventualität und die Regelung solcher Angelegenheiten ist äußerst wichtig", sagte er. "Der einzige Weg, dies zu tun, ist durch US-kontrollierten Luftraum zu fliegen. Wenn wir diese Angelegenheiten nicht jetzt regeln, könnten wir eine Situation haben, in der amerikanische und israelische Kampfflugzeuge beginnen, auf einander zu feuern."

Angesichts der Nähe Israels zu den USA dürften diese "Verhandlungen" kaum mehr als eine Formsache sein. Bemerkenswert ist dies allerdings noch aus einem anderen Grund, zeigt dies doch zweifelsfrei, wer weiterhin Machthaber im Irak ist. Zwar besitzt der Irak infolge des US-geführten Angriffskrieges gegen ihn praktisch keine eigene Luftwaffe mehr, wäre die Kontrolle des Landes allerdings tatsächlich an die "irakische" Regierung übergeben und das US-Militär nur noch zu deren "Unterstützung" dort, so wäre einzig die "irakische" Regierung der richtige Ansprechpartner für ein solches Ersuchen. Es spricht Bände, daß hier nicht einmal versucht wird, den Schein einer eigenständig handelnden Regierung - auch wenn nur zu offensichtlich ist, daß es sich nur um eine US-Marionette handelt - zu wahren. Andererseits wäre eine Genehmigung eines solchen Luftkorridors für einen israelischen Angriff auf den Iran durch die "irakische" Regierung selbst möglicherweise ein noch augenfälligeres Zeichen, daß es sich um bloße Befehlsempfänger der US-Besatzer handelt, scheint es doch ausgeschlossen, daß eine echte und unabhängige irakische Regierung dem jemals zustimmen würde.



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