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Deutliche Zeichen

Der kommende Krieg gegen den Iran

27.03.2007  






Die auf einen bevorstehenden Angriff der USA auf den Iran hindeutenden Zeichen werden zunehmend unübersehbar.

So berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti bereits am Montag der vergangenen Woche - allerdings bemerkenswerterweise nicht auf ihren englischsprachigen Seiten - unter Berufung auf einen Artikel der russischen Wochenzeitung Argumenty Nedeli, daß am Karfreitag, also dem 6. April dieses Jahres, der Angriff auf den Iran beginnen werde. Der Angriff, der den Namen "Operation Biß" tragen werde, solle 12 Stunden lang, von morgens 04:00 Uhr bis nachmittags 16:00 Uhr Ortszeit andauern, so der bekannte russische Journalist Andrei Uglanov unter Berufung auf "dem russischen Generalstab nahestehende Militärexperten" in Argumenty Nedeli.

Gegenüber RIA Novosti bestätigte der russische Generaloberst Leonid Ivashov, stellvertretender Präsident der Moskauer Akademie für geopolitische Wissenschaften, am vergangenen Mittwoch diese Aussagen. "Ich habe keine Zweifel, dass es eine Operation, genauer gesagt, eine gewaltsame Aktion gegen den Iran geben wird", sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur. Er halte es auch nicht für "ausgeschlossen", daß bei diesem Angriff "kleine taktische Atomwaffen" zum Einsatz kämen.

Am Dienstag nun berichtete RIA Novosti unter Berufung auf russischen militärischen Geheimdienst, daß es "hektische Aktivitäten" des US-Militärs nahe der Grenze zum Iran gebe. "Die letzten Informationen des militärischen Geheimdienstes deuten auf gesteigerte Vorbereitungen des US-Militärs für einen Angriff zu Lande und in der Luft gegen den Iran hin", so eine "hochrangige Quelle innerhalb der Sicherheitsdienste".

Den deutlichsten Hinweis auf einen bevorstehenden Angriff lieferte bisher allerdings eine beispielsweise von der britischen BBC zitierte AP-Meldung. Demnach haben die beiden vor der Küste des Irans liegenden Kampfverbände der US-Flugzeugträger USS John C. Stennis und USS Dwight D. Eisenhower am Dienstag im Persischen Golf mit einer Übung begonnen, bei der die mehr als 10.000 beteiligten US-Soldaten und über 100 Kampfflugzeuge Angriffe auf "feindliche" Schiffe "simulieren".

Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, da auch das iranische Militär im Persischen Golf am vergangenen Donnerstag eine auf eine Woche angelegte Übung begonnen hat. Die Wahrscheinlichkeit, daß es bei diesen beiden parallel laufenden Manövern der beiden Länder zu einem "bedauerlichen Mißverständnis" - beziehungsweise, je nach Lesart, zu einem "feindlichen Akt" - kommt, ist unschwer als äußerst hoch einzustufen. Dies um so mehr, als die USA einerseits bereits im Jahr 1988 "versehentlich" eine Passagiermaschine der Iran Air über dem Persischen Golf abgeschossen haben, wobei 290 Menschen getötet wurden, andererseits aber auch zahlreiche Kriege mittels eines solchen konstruierten Vorwands begonnen wurden - hier sei nur an die "Golf von Tonkin"-Lüge, der erfundene Angriff auf ein US-Schiff im Jahr 1964, der als Anlaß für den Krieg gegen Viet Nam verwendet wurde - genannt.

In diesem Licht wird noch offensichtlicher, daß es sich bei dem Vorfall, der letztlich zur Gefangennahme von 15 britischen Soldaten führte, um eine gezielte Provokation handelte. Dies wird um so deutlicher, als man die Aussage von US-Korvettenkapitän Erik Horner, der mit der Einheit der Briten "zusammenarbeitet", betrachtet. Gegenüber dem britischen Independent konnte er sein Erstaunen, das schon an der Grenze zu Enttäuschung zu stehen scheint, nicht verbergen. Wären Soldaten unter seinem Kommando an der Kontrolle des iranischen Schiffes beteiligt gewesen, so hätten diese sich seiner Aussage zufolge ohne jeden Zweifel mit Waffengewalt ihrer Gefangennahme widersetzt.

"Unsere Reaktion war: 'Warum haben sich eure Jungs nicht verteidigt?'", so Horner.

Ein derartiges Gefecht, gleichgültig, ob es in Wahrheit in irakischen oder iranischen Hoheitsgewässern stattfindet, wäre zweifelsohne als Argument für einen "Gegenschlag" seitens der USA und Großbritanniens genutzt worden.

Auch wenn sich die britischen Soldaten anscheinend entschieden, sich nicht diesem "großen Ziel" zu opfern, so ist der Wille zur Herbeiführung eines solchen "Zwischenfalls" doch unübersehbar. Auch wenn zu vermuten ist, daß die seitens russischer Medien verbreiteten Informationen einen möglicherweise für den 6. April geplanten Angriff vereitelt haben, so wird dies doch doch mit größter Wahrscheinlichkeit nur aufschiebende und nicht aufhebende Wirkung haben.



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