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Schuld sind nur die "Terroristen"

US-Militär tötet erneut Zivilisten

27.04.2007  






Wie Reuters am Donnerstag in einer kurzen Meldung berichtete, sind bei einem Luftangriff des US-Militärs im Norden der irakischen Hauptstadt Baghdad erneut 4 Zivilisten - zwei Frauen und zwei Kinder - getötet worden.

Nach Darstellung des US-Militärs durchsuchten US-Soldaten auf der Suche nach einem "Autobomben-Netzwerk mit Verbindungen zu Al-Qaida" Gebäude in der rund 20 Kilometer nördlich von Baghdad gelegenen Stadt Taji, als sie mit Handfeuerwaffen beschossen wurden. Daraufhin hätten die Soldaten "Luftunterstützung" angefordert, so das US-Militär weiter. Bei dem folgenden Bombardement seien dann vier "Rebellen" getötet worden.

"Zusätzlich gehen Koalitionsstreitkräfte davon aus, daß zwei Frauen und zwei Kinder ebenfalls bei dem Luftangriff getötet wurden", so das US-Militär in einer Erklärung. "Die Leichen wurden dort gelassen." In dem Gebäude seien Sprengstoff und Waffen gefunden worden, teilte das US-Militär mit. Dies kann allerdings kaum als Beweis angesehen werden, da es zu den üblichen Vorgehensweisen der US-Soldaten im Irak - aber zweifellos nicht nur dort - gehört, nachträglich entsprechende Beweise zu schaffen. Der Verdacht, daß es sich auch bei den vier getöteten in Wahrheit um unschuldige Zivilisten handelte, ist sicherlich naheliegend.

"Unglücklicherweise benutzt Al-Qaida im Irak weiterhin Frauen und Kinder bei ihren illegalen Aktivitäten", sagte der Sprecher des US-Militärs Oberstleutnant Christopher Garver in der Erklärung. Obgleich dem US-Militär diese vorgebliche "Tatsache" bekannt war, wurde also ein Haus bombardiert, weil Soldaten daraus "beschossen" worden seien. Es wurde also mit völlig unverhältnismäßigen Mitteln auf einen vorgeblichen Angriff reagiert, wohl wissend, daß dabei mit großer Wahrscheinlichkeit auch Zivilisten getötet würden. Erschwerend kommt hinzu, daß durch diese "Schüsse" offenbar weder US-Soldaten verletzt noch getötet wurden. Ob sie auch in diesem Fall nur "glaubten", beschossen zu werden, ist nicht bekannt. Daß das US-Militär trotz seines rücksichtslosen - und in klarem Widerspruch zu den Genfer Konventionen stehenden - Vorgehens die Schuld am Tode der Zivilisten von sich weist, kann kaum verwundern, ist dies doch gängige Praxis der Besatzer.

Nicht nur, daß erneut vier - vermutlich sogar acht - Zivilisten einem US-Luftangriff zum Opfer gefallen sind, die Tatsache, daß ihre Leichen dort einfach ohne jeden Respekt liegengelassen wurden, ist sicherlich kaum geeignet, ihre Angehörigen und Freunde davon zu überzeugen, sich nicht dem Widerstand anzuschließen, um ihren Tod zu rächen.



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