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Recht zum Widerstand

Früherer britischer General spricht Klartext

05.05.2007  






Wer der irakischen Bevölkerung ein Recht zum Widerstand gegen die anhaltende Besatzung ihres Landes zubilligt, wird von Kriegsbefürwortern schon gern einmal als "Terroristenunterstützer" bezeichnet. Dies dürfte im Falle des pensionierten britischen Generals Hugh Michael Rose, der eben dies in einem Interview gegenüber dem britischen Sender BBC sagte, deutlich schwerer fallen.

Der mit zahlreichen Orden und Ehrentiteln ausgezeichnete Rose war von 1979 bis 1982 Kommandeur der Spezialeinheit "Special Air Service" (SAS) und von 1994 bis 1995 Oberkommandierender der "Schutztruppe" der Vereinten Nationen (UNPROFOR) in Bosnien. Anschließend stieg er bis zum Aide-de-camp (persönlicher Adjutant) der Königin von England auf. Diesen Posten hatte er bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1997 inne. Im Januar des vergangenen Jahres hatte er sich bereits für ein Amtsenthebungsverfahren gegen den britischen Premierminister Tony Blair ausgesprochen, da dieser Großbritannien aufgrund falscher Behauptungen in den Krieg gegen den Irak geführt hat.

"Ich entschuldige nicht die schrecklichen Dinge die sie tun, aber ich verstehe, warum sie Widerstand leisten", sagte Rose in der Sendung Newsnight. "Wie Lord Chatham sagte, als er über die britische Anwesenheit in Nordamerika sprach: 'wenn ich ein Amerikaner wäre, wie ich ein Engländer bin, würde ich, solange ein Engländer auf amerikanischem Boden ist, niemals, niemals, niemals meine Waffen niederlegen.' Die irakischen Rebellen empfinden ganz genauso."

Außerdem sollten die USA und Großbritannien die "Niederlage eingestehen" und aufhören, "einen hoffnungslosen Krieg" zu führen, so Rose weiter.

"Es sind die Soldaten, die mir von der Front erzählten, daß der von ihnen geführte Krieg ein hoffnungsloser Krieg ist, daß sie ihn einfach nicht gewinnen können und je eher wir über Politik und nicht militärische Lösungen sprechen, um so eher werden sie nach Hause kommen und ihre Leben werden gerettet werden", sagte er. "Die Briten gestanden die Niederlage in Nordamerika ein und die damals vorhergesagten Katastrophen trafen niemals ein. Die Katastrophen, die nach Vietnam vorhergesagt wurden, trafen nie ein. Das gleiche wird geschehen, wenn wir den Irak verlassen."



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