www.freace.de
Impressum

Nachrichten, die man nicht überall findet.





Internationaler Terrorismus

Geheime Kampagne zur "Destabilisierung" des Irans

11.05.2007  






Am 14. Februar dieses Jahres wurde in der südiranischen Stadt Zahedan ein Bombenanschlag auf einen Bus des Korps der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) verübt, bei dem 11 Menschen getötet und 13 weitere verletzt wurden. Schon damals war die vermutung, daß die USA in diesen Anshclag verwickelt waren, naheliegend.

Nur kurze Zeit später meldete bereits der britische Telegraph, daß mehrere "Separatisten"-Organisationen im Iran durch die CIA finanziell unterstützt würden. Anfang April dann berichtete ABCNews, daß die seit Jahren im Iran Anschläge verübende und in Pakistan beheimatete Organisation Jund Allah ("Soldaten Gottes") durch die USA unterstützt würden.

In einem in dem Magazin "The Atlantic" veröffentlichten Artikel, der in weiten Teilen als kaum etwas anderes denn eine Huldigung an die derzeitige US-Außenministerin Condoleezza Rice zu bezeichnen ist, bestätigte dessen Autor David Samuels diese Verbindung ausdrücklich.

Demnach ist im Herbst des vergangenen Jahres auf Betreiben der USA eine Allianz zwischen den USA, Saudi-Arabien, Ägypten, Jordanien, Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten gegründet worden. Statt eines offenen militärischen Angriffs soll diese durch großangelegte militärische Übungen, psychologische Kriegführung und auch "verdeckte Operationen" - die freundliche Umschreibung für die Verübung von Anschlägen auf fremden Staatsgebiet - den Iran destabilisieren. Zu den Maßnahmen zählen die Finanzierung religiöser politischer Bewegungen und paramilitärischer Gruppen im Irak, Iran, Libanon und in Palästina. Insgesamt werden hierfür Samuels zufolge über 300 Million US-Dollar aufgewandt. Diese Summe werde von Saudi-Arabien und anderen Golf-Staaten aufgebracht.

R. Nicholas Burns, Staatssekretär des US-Außenministeriums für politische Angelegenheiten, bestätigte die Existenz einer seit dem vergangenen Herbst vorhandenen, weitreichenden politischen und militärischen Strategie, um gegen den Iran vorzugehen.

"Wir hatten Ende des vergangenen Herbstes und Anfang Januar dieses Jahres das Gefühl,.daß die Iraner auf vielen Fronten ohne Gegenwehr vorankamen", sagte er. "Also drängten wir sie im Irak zurück, indem wir ihre paramilitärischen Agenten gefangennahmen. Wir stationierten die beiden Flugzeugträgerverbände im Mittleren Osten um ihnen zu zeigen, daß dies kein persischer See, sondern eine internationale Wasserstraße ist."

Nicht genannte Quellen in den USA und im Mittleren Osten bestätigten, daß zu den Maßnahmen zur "Zurückdrängung" des Irans auch der Bombenanschlag in Zahedan, der Tod des iranischen Atomwissenschaftlers Ardashir Hosseinpour und das Überlaufen des iranischen Generals und ehemaligen stellvertretenden Verteidigungsministers Ali Asgari zählen. Der frühere US-Außenminister George Shultz wies in einem Gespräch auch auf die Möglichkeit von Anschlägen auf die iranische Ölindustrie hin. "Die Leute konzentrieren sich komplett auf die Atomanlagen und wie schwierig es wäre, sie zu zerstören", sagte er. "Aber es ist nicht schwierig für jemanden, diese Raffinerien zu sabotieren."

Samuels' Nähe zur US-Regierung ist kaum zu übersehen, so daß die Frage, inwieweit es sich bei diesem Bericht um Propaganda und inwieweit u die Wahrheit handelt, zweifellos angebracht ist. Tatsächlich fügen sich seine Aussagen allerdings nur allzu gut in die bereits bestehenden Informationen ein. Und insbesondere Saudi-Arabien - wie auch die US-Ölindustrie, die der US-Regierung wiederum äußerst nahe steht - hätte zweifellos ein großes Interesse an Anschlägen auf die iranische Ölindustrie, würde dies den Rohölpreis doch in neue Regionen katapultieren. Auch auf politischer Ebene kann eine Feindschaft Saudi-Arabiens gegenüber dem Iran kaum verwundern, wird die monarchische Struktur Saudi-Arabiens von Shiiten doch als eindeutig dem Islam widersprechend angesehen.

Am Freitag nun berichtete AP, daß der stellvertretende US-Präsident Richard "Dick" Cheney erneut die Kriegsrhetorik gegenüber dem Iran verstärkt hat. Auf dem im persischen Golf liegenden US-Flugzeugträger USS John C. Stennis sagte er: "Wir werden mit anderen zusammenstehenden, um den Iran daran zu hindern, an Atomwaffen zu gelangen und diese Region zu dominieren." Cheney hat hiermit offen ausgesprochen, daß es den USA keinesfalls darum nur geht, den Iran daran zu hindern an Atomwaffen zu gelangen - ein seitens des Irans immer wieder auch mit Verweis auf den Koran bestrittener Vorwurf - sondern vielmehr, offenbar an die "Dominotheorie" des "Kalten Krieges" angelehnt, ein Vergrößerung des iranischen Einflusses in der Region - immerhin rund 10.000 Kilometer von den USA entfernt - zu verhindern.

Die Tatsache, daß hierzu auch terroristische Vereinigungen durch mehrere andere Länder unterstützt werden, verleiht dem seit mehreren Jahren so beliebten Begriff des "internationalen Terrorismus" eine gänzlich neue Bedeutung.





Werbung:


Zurück zur Startseite





Impressum

contact: E-Mail

PAGERANK SEO