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Opfer oder Täter?

ai-Bericht über den israelisch-palästinensischen Krieg

25.05.2007  






Der am Mittwoch veröffentlichte Jahresbericht der Menschenrechtsorganisation amnesty international belegt einmal mehr, wie wenig die seitens Israel gepflegte Behauptung, der Staat Israel sei allein Opfer und in ständiger Bedrohung durch seine Nachbarn - insbesondere Palästina - mit der Realität zu tun hat.

Demnach hat sich die Zahl von Israel getöteter Palästinenser im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 650 verdreifacht. Die Hälfte davon waren unbewaffnete Zivilisten, darunter etwa 120 Kinder. Selbst die Zahl der durch innerpalästinenische Kämpfe getöteten Menschen lag demgegenüber bei "nur" 150. Im gleichen Zeitraum lag die Zahl von Palästinensern getöteter Israelis bei 27. Dies entspricht einem Rückgang auf die Hälfte gegenüber 2005. 21 der israelischen Todesopfer waren Zivilisten, darunter ein Kind.

Während die Zahl von durch Palästinenser getöteten Israelis sich also im Vergleich zum Vorjahr halbierte, verdreifachte sich die Zahl der von Israelis getöteten Palästinensern. Wie "groß" die Bedrohung Israels durch palästinensische Angriffe tatsächlich ist, zeigt sich auch durch die Verbrechensstatistik der israelischen Behörden. Demnach wurden im Jahr 2004 - neuere Zahlen wurden bisher nicht veröffentlicht - allein 54 jüdische Staatsbürger wegen Mordvergehen verurteilt.

Amnesty international läßt in seinem Bericht auch keinen Zweifel an den Ursachen der so hohen palästinensischen Opferzahlen. Die Palästinenser seien "bei israelischen Luftangriffen, durch Artilleriefeuer und rücksichtsloses Feuern in dichtbevölkerten Flüchtlingslagern und Wohngebieten getötet worden", so amnesty in dem Bericht.

Hinzu kommen noch die Anstrengungen Israels, Palästina soweit als irgend möglich wirtschaftlich zu isolieren, wozu einerseits die von Israel im Namen Israels eingezogenen, aber nicht mehr an Palästina ausgezahlten Zölle, aber auch diverse von Israel oder auf seinen Druck hin gegen Palästina verhängte Sanktionen gehören. All dies führt in Palästina zu gravierenden wirtschaftlichen Problemen, die sich ganz direkt in der sich immer weiter verschlechternden wirtschaftlichen Lage der Bevölkerung widerspiegeln. Nicht nur, daß Israel als Besatzungsmacht seinen Pflichten gemäß den Genfer Konventionen, für die Grundbedürfnisse der Bevölkerung der besetzten Gebiete zu sorgen, nicht nachkommt, es verhindert so sogar, daß diese Bevölkerung sich anderweitig versorgen kann.

Es mag schon schwer sein, überzeugend darzulegen, warum ein auf allen Gebieten derart überlegenes Land gegen ein anderes Land gewaltsam wie beständig vorgehen muß, wenn er sich dann aber noch zusätzlich als Opfer darstellt, so sollte es ihn nicht verwundern, wenn er international zunehmend jegliche Glaubwürdigkeit verliert.





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