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Immer mehr Bombenterror

Zahl der im Irak abgeworfenen Bomben steigt weiter stark an

16.07.2007  






Wie AP am Samstag berichtete, hat die US-Luftwaffe die Zahl der auf den Irak abgeworfenen Bomben und Raketen nochmals drastisch gesteigert.

Erst Anfang Juni hatte AP berichtet, daß das Bombardement des Iraks aus der Luft gegenüber den Vorjahren deutlich zugenommen hatte. Nach Angaben der US-Luftwaffe waren demnach in diesem Jahr bis Mitte Mai 237 Bomben und Raketen von Maschinen der Luftwaffe und der Marine im Irak eingesetzt worden. Den nun veröffentlichten Zahlen zufolge setzten US-Luftwaffe und -Marine in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 437 Bomben und Raketen im Irak ein. Innerhalb von nur eineinhalb Monaten verdoppelte sich die Zahl der auf den Irak abgeworfenen Bomben und Raketen also fast - und dies sind ohnehin nur die seitens des US-Militärs genannten Zahlen, an denen doch größte Zweifel bestehen müssen, wurden doch demnach im ganzen ersten Halbjahr des vergangenen Jahres nur 86 Bomben und Raketen im Irak eingesetzt, also nicht einmal eine jeden zweiten Tag.

Bemerkenswert ist, daß mittlerweile offenbar derart massiv auf die Bombardierung von - vermeintlichen - Widerstandskämpfern gesetzt wird, daß eine große Zahl weiterer Kampfflugzeuge in den Irak verlegt worden ist. Anfang des Jahres wurde ein Geschwader - also mindestens 12 Maschinen - Erdkampfflugzeuge des Typs A-10 "Warthog" - "Warzenschwein" - in den Irak verlegt. Durch die Verlegung eines Geschwaders von Kampfflugzeugen des Typs F-16C "Falcon" nach Balad verdoppelte sich die Zahl der im Irak verfügbaren Maschinen dieses Typs auf mindestens 50. Dies sind außerdem die ersten Maschinen, die mit einem neuartigen Pilotenhelm ausgestattet sind. Dieser erlaubt es dem Piloten, ein Ziel allein dadurch anzuvisieren, daß er den Kopf dreht und darauf blickt.

Darüber hinaus werden seit Februar dieses Jahres erstmals seit der Eroberungsphase des Iraks wieder Langstreckenbomber des Typs B1-B "Lancer" im Irak eingesetzt. Eine einzige dieser Maschinen ist in der Lage, 24 Tonnen Bomben mitzuführen.

"In der vorletzten Nacht hatten wir 14 Angriffe von B-1-Bombern. In der vergangenen Nacht hatten wir 18 Angriffe von B1-Bombern", sagte US-General Rick Lynch über die Luftunterstützung für eine kürzliche "Offensive" der 3. Infanteriedivision südlich der Hauptstadt Baghdad.

Es ist nur zu offensichtlich, wie groß die Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung angesichts des Einsatzes derart massiver Feuerkraft sein müssen. Ausgehend von den im Mai genannten - chronisch aufgrund der angewandten Methode zu niedrigen - Zahlen der Website IraqBodyCount (IBC) von monatlich etwa 50 durch Luftangriffe getöteten Zivilisten und der Verdreifachung der Zahl der abgeworfenen Bomben lägen diese allein schon auf Grundlage der IBC-Zahlen bei nunmehr 150 pro Monat.

Am Sonntag dann berichtete AP, daß "bald" das Eintreffen eines Geschwaders von ferngesteuerten Drohnen des Typs MQ-9A "Reaper", dem Nachfolger der MQ-1B "Predator", zu erwarten ist. Die MQ-9A übertrifft die MQ-1A nicht nur deutlich in der Größe, diese entspricht in etwa der der A-10, sondern auch in der Zahl der mitführbaren Waffen. So kann die MQ-9A beispielsweise 4 Luft-Boden-Raketen des Typs "Hellfire" und zusätzlich zwei 500-Pfund-Bomben tragen. Ferngesteuert werden die Maschinen von einer Basis im rund 11.000 Kilometer entfernten US-Bundesstaat Nevada. Es ist kaum anzunehmen, daß eine solch von jeglichem Kontakt zum zu bombardierenden Land losgelöste "Videospiel-Atmosphäre" dazu beiträgt, daß die Zahl der zivilen Opfer abnimmt.





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