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"Nächtliche Selbstmordkommandos"

Die Niederlage der Briten im Irak

26.07.2007  






Ein Bericht des britischen Guardian vom Mittwoch läßt kaum einen Zweifel daran, daß die Niederlage der britischen Besatzungstruppen im Süden des Iraks bereits besiegelt ist.

Britische Abgeordnete sagten am Dienstag vor dem Verteidigungsausschuß des britischen Unterhauses, daß die britischen Soldaten im Irak "nächtliche Selbstmordkommandos" durchführten. Die Abgeordneten waren erst kürzlich von einem Besuch der britischen Truppen im Irak zurückgekehrt. Dort war ihnen gesagt worden, daß die Rolle des britischen Militärs im Irak vorüber sei. Diese Ansicht wurde anscheinend auch vom britischen Staatsminister für die Streitkräfte, Bob Ainsworth, und Brigadegeneral Chris Hughes, Leiter der Abteilung für Auslandseinsätze des britischen Militärs im Verteidigungsministerium, geteilt.

Der Abgeordnete Kevan Jones sagte vor dem Ausschuß, britische Soldaten würden "nächtliche Selbstmordkommandos" durchführen, bei denen sie jede Nacht angegriffen werden. Hierbei handelt es sich mitnichten um Kampfeinsätze, sondern vielmehr um die Versorgung der britischen Garnison im Palast von Basra im Zentrum der Stadt mit Nachschub. Hierbei ist zusätzlich bemerkenswert, daß die Versorgung offenbar nur noch nachts vorgenommen wird - offenbar um den Vorteil der Besatzer durch Nachtsichtgeräte auszuspielen. Dies läßt darauf schließen, daß die Situation bei Tageslicht bereits völlig außer Kontrolle ist. "Wir haben ein Truppe, die im Palast von Basra umzingelt ist wie Cowboys und Indianer", so Jones.

Mehrere der Abgeordneten sagten, der einzige Grund, warum sich noch britische Soldaten im Irak befänden, sei "wegen unserer Beziehungen mit den USA". Willie Rennie, ein Mitglied des Ausschusses, sagte, daß Großbritannien nur noch aufgrund "inneramerikanischer Empfindlichkeiten" Soldaten im Irak stationiert habe. Ainsworth sagte hieraufhin, daß Großbritannien ein "souveräner Staat", aber auch Teil der "US-geführten Koalition im Irak" sei.

Ainsworth vergaß denn auch nicht, erneut den Vorwurf zu wiederholen, die Angriffe auf britische Soldaten würden neben "patriotischen Jugendlichen" und "zahlreichen Kriminellen" auch durch Milizen durchgeführt, die seitens des Irans mit Waffen unterstützt würden. Es gebe "klare Beweise" für eine "bösartige Einflußnahme" von "jenseits der Grenze", so Ainsworth. Einmal mehr gab er als "Beweis" hierfür die bei Angriffen genutzten Kampfmittel an und wiederholte damit die nur als vollkommen unglaubwürdig zu bezeichnende Behauptung, es sei der irakischen Bevölkerung nicht möglich, selbst Hohlladungssprengsätze herzustellen.

Hughes sagte vor dem Ausschuß, es sei nicht angebracht, über einen "Sieg" im Irak zu sprechen. "Ich denke, es ist schon ziemlich lange her, daß irgendjemand über den Sieg im Irak gesprochen hat", sagte er.

Diese Aussagen lassen auch erneut erahnen, wie erbittert der Widerstand mittlerweile gegen die US-Besatzer im Irak vorgeht, ist der Haß auf diese doch noch weitaus größer als auf die britischen Besatzer.





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