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Folgen eines Angriffskriegs

Die humanitäre Katastrophe im Irak

30.07.2007  






Die USA halten den Irak gemeinsam mit den an ihrer "Koalition" beteiligten Staaten seit nunmehr fast viereinhalb Jahren seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges besetzt. Zu den unumstößlichen Pflichten eines Besatzers gehört es gemäß den Genfer Konventionen auch, für die Versorgung der betroffenen Bevölkerung zu sorgen. Ein am Montag veröffentlichter Bericht der internationalen Hilfsorganisation Oxfam zeigt, daß die Besatzer - allen voran die USA - sich hier eine Schuld aufladen, für die das Wort "Kriegsverbrechen" kaum ausreichen kann:
  • Vier Millionen Iraker - rund 15 Prozent - können sich nicht genügend Lebensmittel kaufen
  • 70 Prozent der Bevölkerung haben keine angemessene Wasserversorgung - vor Beginn des Angriffs im Jahr 2003 waren es aufgrund der wiederum auf Betreiben der USA verhängten und trotz ihrer Rechtswidrigkeit nie aufgehobenen verheerenden Sanktionen gegen den Irak "nur" 50 Prozent
  • 28 Prozent der Kinder sind unterernährt - vor dem Angriffskrieg lag diese Zahl bei 19 Prozent
  • Über zwei Millionen Menschen, überwiegend Frauen und Kinder, sind innerhalb des Iraks auf der Flucht
  • Weitere zwei Millionen sind in Nachbarländer geflohen - hierbei ist bemerkenswert, daß die 100.000 irakischen Flüchtlinge im Iran in dem Oxfam-Bericht vollständig verschwiegen werden.

Insbesondere die Unterversorgung mit Lebensmitteln ist umso dramatischer zu sehen, als diese ohne die Arbeit von Hilfsorganisationen noch deutlich dramatischer wäre. Die Aufgabe zur Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten obliegt gemäß den Genfer Konventionen der Besatzungsmacht - und keiner anderen, wie auch immer gearteten - Organisation.

Der erste Absatz des Artikels 55 der IV. Genfer Konvention - die auch von den USA unterzeichnet worden ist - lautet:

"Die Besetzungsmacht hat die Pflicht, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungs— und Arzneimitteln mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln sicherzustellen; insbesondere hat sie Lebensmittel, medizinische Ausrüstungen und alle anderen notwendigen Artikel einzuführen, falls die Hilfsquellen des besetzten Gebietes nicht ausreichen."

Angesichts einer solchen Vorgehensweise, die die ebenfalls von den USA direkt verschuldeten - und ausdrücklich gewollten - Sanktionen mit den durch sie verursachten geschätzten 500.000 gestorbenen Kindern unter 5 Jahren noch bei weitem übertreffen, fällt es äußerst schwer, das nicht zunehmend abgenutzte Wort Völkermord zu benutzen.





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