www.freace.de
Impressum

Nachrichten, die man nicht überall findet.





Parallelen zum Niedergang Roms

Warnung vor dem Zusammenbruch der USA

16.08.2007  






Unkenrufe, die vor einem bevorstehenden Zusammenbruch der USA warnen, sind nicht wirklich neu. Bemerkenswert ist allerdings, wenn die Financial Times einer solchen Warnung einen Artikel widmet. Noch weitaus bemerkenswerter ist es aber, wenn diese Warnung aus dem Mund keines geringeren als jenem des "Comptroller General of the United States" - vergleichbar dem Präsidenten des deutschen Bundesrechnungshofs - David Walker stammt.

Bei einem Vortrag über die Herausforderungen, denen die USA zukünftig gegenüberstehen werden, sprach er er am 7. August in Chicago über die "frappierenden Ähnlichkeiten" der derzeitigen Zustände in den USA mit jenen, die zum Niedergang des Römischen Kaiserreichs führten.

"Das Römische Imperium überdauerte 1.000 Jahre, aber nur etwa die Hälfte der Zeit als Republik. Die Römische Republik fiel aus vielen Gründen, aber drei Gründe sind erinnernswert: sinkende Moralvorstellungen und politischer Anstand in der Heimat, ein zu selbstbewußtes und überdehntes Militär im Ausland und steuerliche Verantwortungslosigkeit durch die Zentralregierung. Hört sich bekannt an? Meiner Ansicht nach ist es an der Zeit, aus der Geschichte zu lernen und Schritte zu unternehmen, um sicherzustellen, daß die amerikanische Republik die erste ist, die dem Zahn der Zeit widersteht", sagte er.

"Wie viele von Ihnen wissen, stehen wir zahlreichen Problemen hinsichtlich unserer Lebensqualität gegenüber. Dazu zählen schlechte öffentliche Schulen, verstopfte Straßen in den Städten, unzureichende Gesundheitsversorgung und die Belastungen, für alternde Eltern und möglicherweise unsere eigenen Kinder zur gleichen Zeit zu sorgen. Wir stehen auch einer Reihe von ernsten Herausforderungen in der Gesundheitsversorgung, Bildung, Energie, der Umwelt, Außenpolitik, Einwanderung, Infrastruktur, Irak und anderen Themen gegenüber. Die derzeitige US-Politik in all diesen Schlüsselgebieten ist langfristig ein untragbarer Weg", so Walker in seinem Vortrag. "Mit der bevorstehenden Pensionierung der geburtenstarken Jahrgänge, in die Höhe schießenden Kosten für die Gesundheitsversorgung, der stark rückläufigen Sparquote und wachsende Abhängigkeit von ausländischen Darlehensgebern stehen wir beispiellosen finanzpolitischen Risiken gegenüber." Aufgrund des Ungleichgewichts zwischen Steuereinnahmen und Staatsausgaben bewegen sich die USA Walker zufolge auf einem "Weg in eine Explosion der Verschuldung".

Gegenüber der Financial Times sagte er, er habe sich schon in der Vergangenheit zu diesen Problemen geäußert, wolle nun aber noch deutlicher werden - offensichtlich, da seine vorhergehenden Warnungen unbeachtet geblieben sind.

"Ich versuche Alarm zu schlagen und aufzurütteln", sagte er. "Als Comptroller General habe ich die Fähigkeit, langfristiger zu denken und Themen anzuschneiden, die von anderen nur zögerlich oder mangels eigener Position gar nicht aufgegriffen werden."

Tatsächlich ist aber auch dieser Bericht und der vorangegangene Vortrag Walkers von den US-Medien mit auffallend einhelliger Mißachtung gestraft worden. Es scheint unwahrscheinlich, daß Walkers Ausführungen Veränderungen herbeiführen können, wenn sich die US-Medien derart einig sind, Stillschweigen über sie zu bewahren.





Werbung:


Zurück zur Startseite





Impressum

contact: E-Mail