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Anfang statt Ende

Immer mehr US-Soldaten in den Irak

18.08.2007  






Wie AP am Donnerstag berichtete, wird die Zahl der im Irak stationierten US-Soldaten im Herbst dieses Jahres vermutlich auf 171.000 steigen - die höchste Zahl seit Beginn des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges überhaupt.

US-Generalleutnant Carter F. Ham, Direktor für Operationen bei den Vereinigten Stabschefs, dem höchsten Gremium des US-Militärs, begründete diesen erneuten Anstieg der im Irak stationierten Besatzungskräften mit der bevorstehenden Rotation von fünf Brigaden. Nachdem die neuen Brigaden im Irak eingetroffen sein werden, würden die auszutauschenden abgezogen und die Truppenstärke damit wieder auf den heutigen Stand von etwa 162.000 fallen. Aktuellen Planungen zufolge werde diese Zahl dann bis Anfang des kommenden Jahres gehalten werden - sollte der für September erwartete Bericht von US-General David Petraeus, dem Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, und dem US-"Botschafter" Ryan Crocker vor dem US-Kongreß über die "Fortschritte" im Irak keine Reduzierung empfehlen - so Ham weiter.

Damit gesteht Ham eindeutig ein, daß die Entsendung weiterer 30.000 US-Soldaten im Frühjahr dieses Jahres keineswegs nur die kurzfristige Verstärkung war, als die sie dargestellt wurde, sondern vielmehr eine dauerhafte Erhöhung der Truppenstärke.

Tatsächlich gab Ham aber auch unübersehbar zu, daß der wahre Grund für die erneut bevorstehende Truppenverstärkung keineswegs in der Rotation von Einheiten zu suchen ist.

"Offensichtlich sind sich Al-Qaida im Irak und andere der Zeitpunkte für Empfehlungen und Entscheidungen bewußt", sagte er gegenüber Journalisten im Hinblick auf den bevorstehenden Bericht gegenüber dem US-Kongreß, der die Entscheidung der US-Parlamentarier über das weitere Vorgehen im Irak deutlich beeinflussen dürfte. "Also glaube ich, daß es umsichtig ist, zu erwarten, daß sie versuchen, die Entscheidungsträger zu beeinflussen. Und offensichtlich sind sich die Kommandeure vor Ort dessen ebenfalls bewußt."

In Wahrheit soll die - vorgeblich - zeitweise Erhöhung der im Irak stationierten US-Soldaten also offensichtlich der Versuch sein, die Lage im Irak zumindest kurzfristig soweit zu verbessern, daß der US-Kongreß seine immer lauter werdenden Forderungen nach einem Abzug aus dem Irak zurückstellt. Tatsächlich spiegelt sich auch in diesem Punkt die Entwicklung während des Vietnam-Krieges wider. Auch damals entsandten die USA immer mehr Soldaten in das von ihnen angegriffene Land, ohne daß dies die gewünschte Wirkung gezeigt hätte. Auch im Irak hat die im Frühjahr erfolgte Verstärkung - wenn überhaupt - nur eines bewirkt: einen Anstieg der Verluste der Besatzer.





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