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Der aufgewärmte Krieg

Die russischen Langstreckenbomber fliegen wieder

24.08.2007  






Eine Meldung des britischen Verteidigungsministeriums vom Dienstag zeigt ein weiteres Mal, daß Rußland zunehmend auf Verhaltensweisen aus der Zeit des "Kalten Krieges" zurückgreift.

Damals gehörte es praktisch zum Militäralltag, daß Langstreckenbomber und Spionageflugzeuge der USA und der Sowjet-Union bis an die Grenzen des Luftraums des jeweils anderen Staates flogen und teilweise sogar in diesen eindrangen. Dies diente einerseits als Machtdemonstration, aber auch der Erprobung der gegnerischen Abwehr.

Als klares Indiz für die wachsenden Spannungen zwischen Rußland und der US-geführten NATO kann es sicherlich angesehen werden, daß Rußland nun erneut auf dieses Mittel zurückgreift. Im September des vergangenen Jahres war ein russischer Langstreckenbomber des Typs Tupolev Tu-95 dem US-Luftraum über Alaska bis auf wenige Kilometer nahegekommen. Im Mai hatten russische Spionageflugzeuge eine Marine-Übung der NATO vor der schottischen Küste beobachtet.


Aufnahme des russischen Bombers
Photo: britisches Verteidigungsministerium

Die durch das britische Verteidigungsministerium veröffentlichten Aufnahmen zeigen nun, daß mindestens einer dieser Langstreckenbomber am vergangenen Freitag dem britischen Luftraum nahegekommen ist.


Aufnahme des russischen Bombers
Photo: britisches Verteidigungsministerium

Etwas tiefergehende Informationen bot ein Artikel der britischen Daily Mail vom Mittwoch. Demnach wurden mehrere der russischen Bomber über dem Nordatlantik entdeckt, als sie in großer Höhe auf dem Weg Richtung Großbritannien waren. Daraufhin wurden zwei Kampfflugzeuge des Typs Tornado vom Luftwaffenstützpunkt Leeming in North Yorkshire gestartet. Die russischen Maschinen weigerten sich aber, jenen Bereich des internationalen Luftraums zu verlassen und den beiden Kampfflugzeugen ging der Treibstoff aus, so daß sie zur Basis zurückkehren mußten, woraufhin zwei weitere Maschinen des Typs gestartet wurden. Schließlich wurden noch zwei der erst kürzlich in Dienst gestellten neuen Kampfflugzeuge des Typs Eurofighter gestartet. Dies war das erste Mal, daß Maschinen dieses Typs bei einer solchen Mission eingesetzt worden sind.

Die Tatsache, daß Rußland auf Geheiß des russischen Präsidenten Vladimir Putin nun erneut mit diesen kostspieligen Flügen beginnt, zeigt nur zu deutlich, wie stark das geplante Raketenschild zur Destabilisierung in Europa und der Welt beiträgt. Tatsächlich fällt es angesichts der geplanten Standorte der Anlagen in Osteuropa und der Verweigerung, Rußland daran zu beteiligen, schwer, den Beteuerungen der USA glauben zu schenken, diese sollten nur zur Abwehr von Raketen aus dem arabischen Raum dienen.





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