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Definitionsfrage

Weiterer Beleg für die Lügen des US-Militärs

22.09.2007  






Einmal mehr ist unübersehbar, daß die Verlustmeldungen des US-Militärs keineswegs den Tatsachen entsprechen und wie großzügig es mit der Wahrheit umgeht.

Am Montag meldete das US-Verteidigungsministerium den Tod des Stabsgefreiten des US-Marineinfanterie Terrence P. Allen aus Pennsauken im US-Bundesstaat New Jersey. Er sei am 15. September bei einem "nicht gefechtsbedingten Vorfall" in der Provinz Al-Anbar gestorben, so das US-Militär.

Tatsächlich hatte der Philadelphia Inquirer allerdings bereits am Sonntag über Allens Tod berichtet. Allens Dienstzeit im Irak war zum Zeitpunkt seines Todes bereits praktisch beendet. Am Dienstag hätte er wieder zu Hause eintreffen sollen, wie seine Eltern erzählten. Die Umstände von Allens Tod klingen aus ihrem Mund aber keineswegs nach einem "Unfall".

Demnach wurde Allen um 01:55 Uhr Ortszeit auf der Al-Asad-Luftwaffenbasis von einer Kugel getroffen, als er dabei war, den Irak zu verlassen. "Das war angeblich ein sichereres Gelände", sagte Allens Vater John. Offenbar sei sein Sohn von einem Scharfschützen erschossen worden. "So klingt es für uns", sagte er. Vier Soldaten der US-Marineinfanterie hatten die Eltern am Samstag über Allens Tod informiert.

Da Allen unmittelbar vor seiner Abreise aus dem Irak stand, kann mit allergrößter Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, daß es sich bei seinem Tod in Wahrheit um eine Selbsttötung handelt - dürfte die Zahl jener Besatzungssoldaten, die ihren Einsatz im Irak derart stark vermissen würden, doch sehr deutlich gegen null tendieren. Andererseits erscheint es nur allzu logisch, daß das US-Militär versucht, vor der Öffentlichkeit zu verbergen, daß selbst die eigenen Basen keineswegs Sicherheit vor Angriffen - nicht nur mit Mörsergranaten und Raketen, sondern eben auch mit Schußwaffen - bieten. Nicht nur, daß dies für die Moral der Soldaten selbst kaum förderlich sein dürfte, es würde zweifellos auch einmal mehr die Frage aufwerfen, wieviele Soldaten bei derartigen Angriffen in Wahrheit getötet werden.





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