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Tödliches Wissen

Getötete US-Soldatin "wußte zuviel"

06.10.2007  






Am 27. September wurde die Leiche der US-Stabsgefreitin Ciara Durkin in der Nähe einer Kirche auf der US-Luftwaffenbasis Bagram in Afghanistan gefunden, wie ABC am Donnerstag berichtete. Sie war mit einem Kopfschuß getötet worden. Es scheint eindeutig, daß sie "zuviel wußte" und deshalb getötet worden ist.

Das US-Militär hat bisher nur bekanntgegeben, daß sie "nicht kampfbedingt" getötet worden sei. Die 29-Jährige gehörte der Nationalgarde des US-Bundesstaates Massachusetts an und sollte im Januar in ihre Heimat zurückkehren, wo sie ihre Partnerin heiraten wollte. Es scheint allerdings höchst unwahrscheinlich, daß die Tatsache, daß sie lesbisch war, etwas mit ihrem Tod zu tun hat.

Bei einem Heimaturlaub Anfang September hatte sie Familienmitgliedern gesagt, sie habe Dinge gesehen, die ihr nicht gefielen und sich Feinde gemacht, weil sie darüber gesprochen habe. Sie sagte, ihre Familie solle auf eine eingehende offizielle Untersuchung dringen, sollte ihr etwas zustoßen. Damals dachten sie, sie mache einen Scherz.

Durkin gehörte der Finanzabteilung der Nationalgarde an, es ist also naheliegend, daß ihre Entdeckung hiermit zusammenhängt. Andererseits ist die Luftwaffenbasis Bagram der wichtigste Knotenpunkt der US-Luftwaffe und für die Versorgung des US-Militärs in Afghanistan und beherbergt außerdem ein großes Gefangenenlager, so daß sie zweifellos auch hier Dinge beobachtet haben könnte, die sie nicht hätte sehen sollen.

Die naheliegendsten Gedanken stehen hier sicherlich im Zusammenhang mit dem in Afghanistan in immer größeren Mengen hergestellten Heroin und der fortgesetzten Folterung von Gefangenen - beides Gebiete, in denen sich in der Vergangenheit die CIA hervorgetan hat, die ihrerseits kaum dafür bekannt ist, mißliebige Mitwisser durch Gesprächskreise davon überzeugen zu wollen, ihr Wissen für sich zu behalten. Andererseits dürften auch in Afghanistan getötete US-Soldaten praktisch in jedem Fall über Bagram in die USA ausgeflogen werden, so daß auch denkbar ist, daß sie die Zahl der abtransportierten Särge mit der Zahl der offiziell gemeldeten Verluste verglichen hat.

Da sie es allerdings offenbar versäumt hat, außer der undeutlichen Warnung an ihre Familie ihr Wissen an einem sicheren Ort zu deponieren oder es anderen mitzuteilen, kann mit allergrößter Sicherheit davon ausgegangen werden, daß die wahren Hintergründe ihres Todes bestenfalls in einigen Jahrzehnten ans Licht kommen werden - höchstwahrscheinlich aber nie.





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