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Der neue "Kalte Krieg"

Säbelrasseln aus Rußland immer unüberhörbarer

22.11.2007  






Die Anzeichen für den Beginn eines neuen "Kalten Krieges" zwischen Rußland und den USA, ausgelöst durch die US-Planungen für einen "Raketenabwehrschild", werden immer unübersehbarer, wie Berichte vom Dienstag erneut belegen.

Erst in der vergangenen Woche hatte der russische Generalstabschef und stellvertretende Verteidigungsminister General Yury Baluyevsky in einem Interview von den "bösen Amerikanern" gesprochen. Einem Bericht der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti vom Dienstag zufolge sagte der russische Präsident Vladimir Putin nun, Rußland werde den zunehmenden Aufmarsch von NATO-Streitkräften an den Grenzen zu Rußland nicht einfach hinnehmen.

"In Verletzung vorangegangener Vereinbarungen werden militärische Mittel der NATO an unseren Grenzen aufgebaut", so Putin bei einem Treffen des Verteidigungsministeriums mit hochrangigen Mitgliedern des Militärs. "Natürlich können wir es uns nicht gestatten, diesem offensichtlichen Muskelspiel gleichgültig gegenüberzustehen."

Ebenfalls am Dienstag meldete RIA Novosti, daß der russische Verteidigungsminister Anatoly Serdyukov bei dem Treffen mit Putin angekündigt hat, daß im kommenden Jahr eine ganze Reihe von Manövern im Rahmen eines gemeinsamen strategischen Konzepts durchgeführt werden soll. Hierzu sollen auch alle mit Atomwaffen ausgerüsteten Teile der russischen Streitkräfte die Abwehr "möglicher Bedrohungen" nahe der russischen Grenzen erproben.

"Eine der wichtigsten Aufgaben ist es heute, die Kampfbereitschaft der Strategischen Atomstreitkräfte zu verbessern. Sie sollten in der Lage sein, einen umgehenden und effektiven Schlag gegen jeden Aggressor durchzuführen", sagte Putin.

Zusammengefaßt sollen die russischen Atomstreitkräfte also offensichtlich für einen Krieg mit den in der Nähe der russischen Grenze stationierten NATO-Truppen üben - was ohne Zweifel wiederum zu einem vollständigen nuklearen Schlagabtausch zwischen Rußland und den USA führen würde. Die Tatsache, daß dieses Szenario für Rußland offenbar erneut denkbar scheint, zeigt nur zu deutlich, wie groß die insbesondere durch den von den USA an der Grenze zu Rußland geplanten "Raketenabwehrschild" ausgelösten Spannungen zwischen Rußland und den USA mittlerweile wieder sind.



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