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Wahrheit häppchenweise

US-Soldaten von "irakischem" Soldaten erschossen

06.01.2008  






Einmal mehr hat sich die Darstellung des US-Verteidigungsministeriums als Lüge und die des "Berichts des irakischen Widerstands" hinsichtlich des Todes mehrerer US-Soldaten als Wahrheit erwiesen.

Am 28. Dezember des vergangenen Jahres meldete das US-Verteidigungsmnisterium, daß zwei Soldaten US-Hauptmann Rowdy J. Inman und Unteroffizier Benjamin B. Portell am 26. Dezember in der nordirakischen Stadt Mosul durch "Feuer aus Handfeuerwaffen während Kampfhandlungen" getötet wurden.

Der "Bericht des irakischen Widerstands" für den 2. Januar enthielt dann unter Berufung auf die Nachrichtenagentur Yagen die Meldung, daß in der Stadt al-Mawsil (Mosul) Qaysar Saadi al-Jubory, ein Soldat der "Irakischen Nationalgarde", drei US-Soldaten einschließlich eines Hauptmanns erschossen hatte. Er war daraufhin geflohen, wurde aber später von US-Soldaten festgenommen. Dieser Vorfall habe sich einer ungenannten Quelle zufolge zwei Tage zuvor ereignet. Außerdem sei dabei ein Übersetzer verletzt worden.

Am Samstag nun berichtete unter anderem die britische BBC unter Berufung auf "irakische" und US-Stellen, daß ein "irakischer" Soldat bei einer gemeinsamen Patrouille mit US-Soldaten am 26. Dezember in Mosul das Feuer auf die US-Soldaten eröffnet hat, nachdem die Patrouille zuvor von irakischen Widerstandskämpfern angegriffen wurde. Der "irakische" General Mutaa al-Khazraji bezeichnete den "irakischen" Soldaten als einen "Eindringling der Rebellen". Der Bericht bestätigte außerdem, daß ein Übersetzer angeschossen wurde.

Strittig sind also einzig die Zahl der getöteten US-Soldaten und die Umstände, die zu dem Angriff führten. Yagen zufolge eröffnete al-Jubory das Feuer auf die Soldaten, nachdem er beobachtet hatte, wie diese bei einer Hausdurchsuchung eine schwangere Frau schlugen. Dies wurde auch in einer am Samstag veröffentlichten Erklärung der "Vereinigung der Muslimischen Gelehrten im Irak" (AMSI), wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua am gleichen Tag berichtete. "Er wurde wütend und forderte die Besatzungs-Soldaten auf, damit aufzuhören, die Frau zu schlagen. Ihre von dem Übersetzer übermittelte Antwort war: 'Wir werden tun, was wir wollen.' Also eröffnete er das Feuer auf sie", hieß es dort.

Am Sonntag schließlich berichtete der australische Sydney Morning Herald wiederum unter Berufung auf das US-Militär, daß es während einer Operation zur Errichtung eines Außenpostens zu dem Angriff durch al-Jubory gekommen ist. Letztlich wird also immer offensichtlicher, daß die Darstellung des "Berichts des irakischen Widerstands" den Tatsachen entspricht - auch wenn das US-Militär dies weiterhin kategorisch bestreitet.



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