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Führt Aluminium im Trinkwasser zu Alzheimer?





(Reuters) Eine Studie unterstützt die kontroverse Theorie, die Aluminium mit Alzheimer in Verbindung bringt. Der Studie zu Folge tritt Alzheimer in Regionen des Nordwestens von Italien häufiger auf, in denen der Aluminiumanteil im Trinkwasser am höchsten ist.

Als die Wissentschaftler die Wirkung des Metalls auf zwei Typen von menschlichen Zellen untersuchten, stellten sie fest, daß es den Zelltod beschleunigt.

"Wir waren von diesen Ergebnissen sehr überrascht", sagte der Autor der Studie, Dr. Paolo Prolo, Forscher an der University of California in Los Angeles. "Ich hatte keinerlei Wirkung von Aluminium erwartet."

Prolo und seine Kollegen konzentrierten sich bei ihrer Forschung auf monomeres - aus einem einzelnen Molekül bestehendes - Aluminium. Diese Art kann von menschlichen Zellen am leichtesten aufgenommen werden.

Den Bedenken, daß Kochgeschirr aus Aluminium das Alzheimerrisiko erhöhen könnte, widerspricht Prolo. Diese bestehen aus polymerem Aluminium, das anscheinend keinen Einfluß auf menschliche Zellen hat. "Es gibt fast keine Hinweise, daß das Kochgeschirr gefährlich ist."

Als die Wissenschaftler 1998 Wasser im nordwestlichen Italien untersuchten, fanden sie Aluminiumgehalte zwischen 5 und 1.220 Mikrogramm pro Liter. Der Anteil des monomeren Aluminiums lag zwischen 5 und 300 Mikrogramm pro Liter. Empfehlungen von Umweltbehörden sprechen von einem Grenzwert vonn 200 Mikrogramm je Liter, so Prolo.

Nachdem sie diese Werte mit der Statistik über Alzheimertote in der Region in Verbindung gebracht hatten, stellten die Forscher fest, daß die Krankheit in den Gegenden mit der höchsten Aluminiumkonzentration auch am häufigsten auftrat.

Zurück im Labor testeten Prolo und seine Kollegen die Wirkung von monomerem Aluminium auf Zellen der menschlichen Immunabwehr und Krebszellen. Menschliche Gehirnzellen standen den Forschern nicht zur Verfügung, weil hierfür eine Biopsie bei einem Patienten notwendig gewesen wäre, erklärte Prolo.

"Wir fanden heraus, daß eine sehr kleine Menge Aluminium ausreichte, um Zellprozesse (wie die Zellalterung) zu verändern." In Kombination mit Beta-Amyloid, einem Protein, das in den Gehirnen von Alzheimer-Patienten gefunden wird, wirkt das Aluminium sogar noch tödlicher auf die Zellen.

Da Aluminium auf beide Zellarten Wirkung zeigte, stellt sich laut Dr. Prolo die Frage, ob Aluminium auch an anderen Krankheiten beteiligt ist.

Hier ist aber noch viel Forschung notwendig, fügte er hinzu.







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