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US-Soldaten weiterhin außer Kontrolle
11.08.2003









Amerikanische Soldaten haben am Samstag in Baghdad 2 irakische Polizisten erschossen und einen dritten verprügelt, berichtete AFP am Montag.

Die Polizisten hatten aus ihrem nicht gekennzeichneten Polizeifahrzeug auf ein Fahrzeug geschossen, das sie verfolgten, sagte Feldwebel Hamza Atiya Muhsen, der das Polizeiauto gefahren hatte, gegenüber AFP.

Anscheinend fühlten sich die Amerikaner wiederum bedroht und eröffneten das Feuer auf die Polizisten. Dabei wurde einer der Polizisten getötet.

Bis hierhin könnte man den Vorfall eventuell noch als Mißverständnis und verständliche Panikreaktion angesichts häufiger Angriffe auf US-Soldaten ansehen.

Der zweite Polizist wurde allerdings erschossen, als er versuchte sich zu ergeben und der dritte daraufhin verprügelt - etwas, das anscheinend auch zur normalen Vorgehensweise der Soldaten gehört.

Während der erste getötete Polizist also zwar nicht entschuldbar, aber zumindest erklärbar ist, könnte man bei dem zweiten eventuell sogar von Mord sprechen.

Angesichts der Tatsache, daß das Verprügeln von Verdächtigen zumindest in Streßsituationen anscheinend nicht ungewöhnlich ist kann man auch hier von regelmäßigen Menschenrechtsverletzungen ausgehen.

Wenn dieses Verhalten tatsächlich üblich sein sollte, wird es den irakischen Widerstand bei der Rekrutierung neuer Mitglieder sicherlich unterstützen.




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