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Unruhen in Basra
09.08.2003









Wie Reuters berichtete, ist es in der südirakischen Stadt Basra am Samstag zu zahlreichen Ausschreitungen gekommen, als Menschen gegen die zunehmend schlechte Versorgung mit Strom und Öl protestierten.

Britische Soldaten mußten mehrere Tankstellen vor wütenden Irakern beschützen, dabei wurden Warnschüsse angefeuert und in einem Fall wurde mit Gummigeschossen auf die Protestierenden geschossen, wobei mindestens zwei Menschen verletzt wurden.

Die Demonstranten warfen mit Steinen, zündeten Autoreifen an und zerstörten in Kuwait angemeldete Autos, da Kuwait von vielen Irakern im Süden des Landes ein Großteil der Schuld für die Situation des Iraks gegeben wird.

In einem Fall wurde ein kuwaitischer Tankwagen von den Demonstranten in Brand gesteckt.

In den letzten Wochen ist die Stromversorgung in Basra praktisch völlig zusammengebrochen. Für den Betrieb von Stromgeneratoren nötiges Öl wird ebenfalls immer knapper, da auch die örtliche Raffinerie unter dem Strommangel zu leiden hat und weniger Öl produziert.

Hierdurch wird der Betrieb von Kühlschränken als auch von Klimaanlagen bei Außentemperaturen von über 50 Grad Celsius immer schwieriger.

Am späten Nachmittag hatten sich viele der britischen Soldaten anscheinend aus der Stadt zurückgezogen, so daß große Teile der Stadt mit ihren über 2 Millionen Einwohnern in der Hand der Randalierer waren.

Das Büro der "Übergangsverwaltung der Koalition" in Basra sagte in einer Erklärung, es habe "heute als Reaktion auf die kritische Öl- und Stromknappheit ausgedehnte Unruhen in Basra gegeben."

"Viele Bezirke hatten seit vier Tagen nur eine minimale Stromversorgung", so die Erklärung weiter.

Plünderungen, Sabotageakte und Schmuggel von Öl über die Grenze werden als Gründe für die Probleme genannt.

"Die Briten sind seit vier Monaten hier und es ist nicht besser geworden. Jetzt mangelt es an allem", sagte Abu Hassan.

Angesichts der immer noch nicht verbesserten Versorgungslage in vielen irakischen Städten könnte dies der Auftakt zu weitverbreiteten gewalttätigen Protesten sein.




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