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"Präventivkrieg": der Damm ist gebrochen
13.08.2003









Eine Analyse (Adobe Acrobat-Datei) des US-Verteidigungsministeriums des chinesischen Militärs und seiner Strategien zeigt, daß andere Länder beginnen, die völkerrechtswidrigen Strategien der USA in ihre eigenen Planungen zu übernehmen.

Nicht nur, daß China den schnellen Vormarsch der amerikanischen Truppen im Irak so beeindruckend fand, daß sie in zukünftigen Konflikten - hierbei dürfte Taiwan das erste anvisierte Ziel sein - ebenfalls die "Schock und Ehrfurcht"-Strategie einsetzen wollen, das Land ist dem Bericht zufolge auch der Ansicht, daß "Präventivschläge" nicht nur legitim, sondern sogar der Schlüssel zum Erfolg sind.

Das vor der Küste Chinas gelegene Taiwan hatte sich 1949 von China losgesagt, wird von China aber nach wie vor als abtrünnige Provinz betrachtet. Das Land hat schon mehrfach mit dem Einsatz von militärischer Gewalt gedroht, um eine Wiedervereinigung mit Taiwan zu erzwingen.

Taiwan, dessen Militär dem chinesischen zwar technisch überlegen, zahlenmässig aber massiv unterlegen ist, befindet sich damit in einem Zustand einer ständigen unterschwelligen Bedrohung.

Die Analyse vergißt allerdings auch nicht, China zu unterstellen, daß es früher oder später die USA angreifen könnte, ein Szenario, daß von amerikanischen Militärs schon seit längerem verbreitet wird.

Grundpfeiler der neuen Strategie sind "aktiv die Initiative zu ergreifen" und "den Gegner unvorbereitet zu erwischen", da es "offensichtlich keine politischen Verbote gegen Präventivkriege" gäbe.

Damit ist eingetreten, was Kritiker schon vor und während des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges der Vereinigten Staaten befürchtet haben. Nachdem die USA gezeigt haben, daß internationale Gesetze, Verträge und Institutionen wie die UN gefahrlos ignoriert werden können, folgen nun andere Länder diesem Beispiel.




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