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Mußte Dana sterben?
20.08.2003









IslamOnline berichtete am Dienstag über ein Exklusivinterview mit dem Bruder des von US-Soldaten erschossenen Kameramanns Mazen Dana.

Seinem Bruder Nazmi zufolge wurde Dana von den US-Soldaten gezielt erschossen, um zu verhindern, daß er das Ergebnis seiner Recherchen veröffentlicht.

Nach Aussage seines Bruders hatte Dana ihm in einem Telephongespräch ein paar Tage vor seinem Tod von seiner Entdeckung berichtet.

"Mazen sagte mir am Telephon ein paar Tage vor seinem Tod, daß er ein Massengrab entdeckt hatte, daß von US-Soldaten gegraben worden war, um die Körper ihrer Kameraden, die bei Angriffen des irakischen Widerstands getötet worden sind, zu verstecken", so Nazmi Dana.

"Er sagte mir außerdem, daß er US-Soldaten in Plastiksäcken in entlegenen Wüstengegenden gefunden hat und daß er sie für eine Fernsehsendung gefilmt hat. Wir sind ziemlich sicher, daß die amerikanischen Streitkräfte Mazen bewußt getötet haben, um zu verhindern, daß seine Entdeckung ausgestrahlt wird", fuhr er fort.

Auch Danas Ehefrau, Umm Hamza, wollte eine gezielte Tötung nicht ausschließen. Die Aufnahmen bei dem Gefängnis Abu Ghurayb seien seine letzte Aufgabe gewesen, nach deren Beendigung er Baghdad verlassen sollte, sagte sie.

Zwar scheint es unwahrscheinlich, daß die USA einen Journalisten derart öffentlich töten, um ihn zum Schweigen zu bringen, angesichts der Tatsache, daß er in Kürze das Land verlassen wollte wurde dies aber möglicherweise auch als die "letzte Chance" gesehen.

Da als einzige Quelle für diese Behauptung bisher die Aussage seines Bruders vorhanden ist, ist dies sicherlich nur unter sehr großem Vorbehalt zu sehen. Sein Bruder dürfte den Amerikanern angesichts des Todes Danas kaum freundlich gesinnt sein, so daß hier eine gewisse Skepsis sicherlich angebracht ist.

Auf der anderen Seite fällt auf, daß beispielsweise die Straßenbomben, die neben amerikanischen Konvois zur Explosion gebracht werden, in letzter Zeit auffällig wirkungslos geworden sind. Dabei ist kaum anzunehmen, daß plötzlich weniger Sprengstoff verwendet wird oder die Widerstandskämpfer das "richtige Timing" für die Zündung wieder verlernt haben.

Trotzdem werden bei Berichten über derartige Angriffe in letzter Zeit fast nur noch Verletzte genannt.

Auf der anderen Seite dürfte die Entdeckung eines Massengrabes "per Zufall" praktisch unmöglich sein und auch die Entdeckung von Leichen in "entlegenen Wüstengebieten" ist alles andere als wahrscheinlich. Daß Dana hier einen Hinweis von einem US-Soldaten erhalten hat, dürfte aber ebenfalls nicht sehr wahrscheinlich sein.




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