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DNS aus Fingerabdrücken
02.08.2003









UPI berichtete am Donnerstag, daß es kanadischen Wissenschaftlern gelungen ist, ein Verfahren zu entwickeln, mit dem eine DNS-Analyse aufgrund eines Fingerabdrucks durchgeführt werden kann.

Nach Aussage der Wissenschaftler vom Ottawa University Heart Institute ist es durch das neue, patentierte Verfahren möglich, die in einem Fingerabdruck enthaltenen DNS-Spuren in nur 15 Minuten zu extrahieren, so daß sie analysiert werden können. Aktuelle Verfahren, die eine Extraktion aus Blut oder anderem Gewebe durchführen, dauern mindestens eine Stunde und kosten ein Vielfaches.

Bisher bekannte Verfahren erforderten einen ungleich höheren Aufwand.

Maria Viaznikova, die Leiterin des Forscherteams, sagte, daß durch das Verfahren durchschnittlich 10 Nanogramm DNS-Material aus einem einzigen Fingerabdruck gewonnen werden können, was für eine DNS-Analyse ausreichend ist.

Das neue Verfahren könnte eine ernste Bedrohung für die Privatsphäre darstellen.

Zwar ist nach Erhalt des DNS-Materials auch weiterhin eine realtiv zeit- und kostenintensive Analyse des DNS-Materials notwendig, der wesentlich geringere Einsatz von Zeit und Geld um an dieses Material zu gelangen vereinfacht aber eine großflächige Anwendung ungemein, zumal diese Technik es ermöglicht, an das Material zu gelangen ohne daß die dazugehörige Person davon erfährt.

Darüberhinaus ist für diese Art des Gentests nicht mehr die Entnahme von Körpermaterial wie zum Beispiel durch eine Blut- oder Speichelprobe notwendig, was bisher zumindest eine rechtliche Hürde darstellte.

Da sich über eine DNS-Analyse beispielsweise auch eine Vielzahl von Krankheiten feststellen läßt, ist diese neue Technologie sicherlich auch noch für andere Bereiche als die reine Strafverfolgung interessant.

Ein bei einem Vorstellungsgespräch oder bei einem Gespräch über eine Kranken- oder Lebensversicherung mit einer Versicherungsgesellschaft angebotenes Glas Wasser könnte auch noch einen anderen Grund als bloße Freundlichkeit haben.

Ein großflächiger Einsatz dieses Verfahrens scheint mehr als nur möglich und könnte schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesellschaft haben.




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