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Die neue "Terrorgefahr"
03.08.2003









Am Sonntag warnten mehrere Mitglieder der US-Regierung vor einer akuten Gefahr neuer Terroranschläge in den USA.

Der US-Justizminister John Ashcroft sagte in der Fernsehsendung "Fox News Sunday": "Die Möglichkeit, daß wir erneut getroffen werden, ist eine sehr reale Möglichkeit."

Das US-Außenministerium hatte am Dienstag eine weltweite Warnung vor Anschlägen auf US-Bürger ausgesprochen.

Auch der US-Minister für "Homeland Security", Tom Ridge, warnte in der NBC-Sendung "Meet the Press" am Sonntag vor neuen Anschlägen.

Auch der US-Präsident George W. Bush hatte gesagt, daß "die Bedrohung eine reale Bedrohung ist."

So real und akut, wie die Gefahr eines neuen Anschlags durch die amerikanische Regierung in den letzten Tagen dargestellt wurde, scheint sie aber nicht zu sein, oder zumindest wird sie von der US-Regierung nicht so gesehen.

Der aktuelle von der US-Homeland Security veröffentlichte "Bedrohungsgrad" ist weiterhin gelb, also "angehoben", wie die meiste Zeit seit Beginn des Systems, den von der US-Regierung vermuteten Grad der Gefahr durch Terrorismus in fünf Farben aufzuschlüsseln. Einige Male war er auf orange, also "hoch" angehoben worden, wurde aber nie weiter als gelb abgesenkt.

Eine Anhebung auf orange würde zusätzliche Kosten, beispielsweise durch zusätzliche Überstunden von Polizisten bedeuten. Es scheint aber unwahrscheinlich zu sein, daß dies bei einer wirklichen Bedrohung eine Anhebung verhindern könnte.

Wäre die Gefahr eines neuen Anschlags tatsächlich so groß, wie dies von der US-Regierung derzeit dargestellt wird, gäbe es - innerhalb der Logik der "Bedrohungsgrade" - kaum eine andere Möglichkeit, als diesen anzuheben. Daß dies nicht geschieht, scheint ein deutliches Zeichen zu sein, daß es sich hier eher um den Versuch handelt, das "Bedrohungsgefühl" der Bevölkerung nicht zu weit sinken zu lassen.




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