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Hatfill verklagt USA
27.08.2003









Der Biowaffen-Experte Dr. Steven J. Hatfill hat am Dienstag eine Klage gegen die US-Regierung eingereicht, in der er sie beschuldigt, ihn seiner verfassungsmäßigen Rechte zu berauben und ihn als Sündenbock für ihre Unfähigkeit, den wahren Schuldigen für die im Jahr 2001 verschickten Briefe mit Milzbranderregern zu finden, zu mißbrauchen, berichtete AP.

"Herr Ashcroft hat auf Kosten von Dr. Hatfills verfassungsmäßigen Rechten gehandelt, um sowohl seine politische Zukunft und sein öffentliches Image als auch die seines Ministeriums zu schützen", so die Klageschrift.

Hatfill wurde zwar nie direkt beschuldigt, wurde aber als eine "Person von Interesse" bezeichnet, was nach seiner Aussage dazu geführt hat, daß sowohl seine Wohnung als auch die seiner Freundin mehrfach durchsucht worden sind und er außerdem ständig abgehört wurde und wird.

Durch die Bezeichnung als "Person von Interesse" haben der US-Justizminister John Ashcroft und weitere Regierungsstellen nach Hatfills Ansicht sein Ansehen zerstört und seine beruflichen Aussichten ruiniert. Hierfür verlangt er einen Schadensersatz in nicht genannter Höhe von Ashcroft, dem Justizministerium, dem FBI und weiteren jetzigen und früheren Mitarbeitern des FBIs und des Justizministeriums.

Das FBI ebenso wie das Justizministerium wollten die Klage nicht kommentieren.

Mehrere nur kurze Zeit nach den Anschlägen vom 11. September 2001 verschickte und mit Milzbranderregern gefüllte Briefe hatten in den USA zu mehreren Todesopfern und einer landesweiten Panik geführt.

Anfangs war ein sehr großer Aufwand getrieben worden, den oder die Schuldigen zu fassen, nachdem sich allerdings herausstellte, daß die Erreger identisch mit einem Stamm in der US-Militärforschungseinrichtung Fort Detrick waren, wurde es ruhig um die Nachforschungen.




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