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Ende der Entspannung Indien-Pakistan?
26.08.2003









Die beiden Bombenanschläge in der indischen Stadt Bombay. bei denen 52 Menschen getötet und über 150 verletzt worden sind, könnten das Ende der Entspannung zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan ausgelöst haben, berichtete Reuters am Dienstag.

Indien verdächtigt die "Islamische Studentenbewegung Indiens", gemeinsam mit der aus Pakistan operierenden kashmirischen Unabhängigkeitsorganisation "Lashkar-e-Taiba" für die Anschläge verantwortlich zu sein.

Zwar verurteilte Pakistan die Anschläge umgehend, dies reicht Indien aber offenbar nicht.

Der stellvertretende Premierminister Indiens, Lal Krishna Advani, forderte, daß Pakistan 19 Personen an Indien ausliefert, die von Neu Delhi verdächtigt werden, an vorangegangenen Anschlägen beteiligt gewesen zu sein. "Wenn Pakistan das tut, nur dann werde ich ihre gestern veröffentlichte Verurteilung als ehrlich akzeptieren - andernfalls ist es eine reine Formalität", so Advani.

Pakistan hat auf diese Forderung bisher nicht reagiert.

Sollte Indien bei der Anschuldigung bleiben, daß eine aus Pakistan heraus arbeitende Organisation an den Bombenattentaten mitgewirkt hat, wird dies sehr wahrscheinlich zu einem Ende der Annäherung der beiden Länder führen.

Pakistan hatte schon in der Vergangenheit eine Mitwirkung pakistanischer Gruppen an Attentaten in Indien zurückgewiesen.

Entgegen ersten Befürchtungen ist es allerdings bisher nicht zu Ausschreitungen gegenüber Moslems in Indien gekommen, wie dies in der Vergangenheit passiert ist.




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