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Die Zeit läuft ab
12.08.2003









Wie AFP am Dienstag berichtete, beginnt selbst der von den USA eingesetzte irakische "Regierungsrat", sich von den USA zu entfernen.

Ibrahim Jafari, der erste Präsident des Rates, sagte am Montag, daß der Rat die Amerikaner aufgefordert habe, von ihrem aggressiven Verhalten bei Razzien abzulassen, da immer wieder Zivilisten dabei verletzt und getötet werden.

"Wir haben bei mehreren Gelegenheiten darauf bestanden, daß die Koalitionsstreitkräfte die Iraker korrekt behandeln", so Jafari.

Am eindeutigsten bezog er allerdings Stellung, als er den Irak als "besetzt" bezeichnete und klarmachte, daß "das Blut unserer Landsleute in unseren Augen sehr wertvoll ist, ganz besonders, wenn Soldaten unschuldige Menschen töten."

In Ramadi ist am Montagabend die US-Basis mit Mörsern angegriffen worden. Zuvor hatten 2.000 US-Soldaten zwei nahegelegene Dörfer gestürmt, wo sie Widerstandskämpfer vermuteten, allerdings scheint die Operation erfolglos gewesen zu sein. Obwohl "eine große Zahl" Iraker befragt worden ist, scheinen weder Widerstandskämpfer noch Waffendepots gefunden worden zu sein.

Ein Augenzeuge, Faras Mustafa, berichtete gegenüber AFP von 6 schweren Explosionen innerhalb der Basis und von darauffolgendem aufsteigenden Rauch.

Die US-Army hat den Vorfall bisher nicht kommentiert.

Die Tatsache, daß sich nun selbst der pro-amerikanische "Regierungsrat" anfängt gegen die USA zu wenden und von einer "Besatzung" spricht dürfte ein deutliches Zeichen sein, daß den Amerikanern nicht mehr allzu viel Zeit bleibt, bevor sich ein größerer Widerstand im Irak bildet.




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