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UN-Beamter: Iraker bereit zum Widerstand
15.08.2003









Wie Reuters berichtete hat ein UN-Beamter davor gewarnt, daß die Iraker ihre Geduld verlieren und in nächster Zeit gegen die Besatzer vorgehen könnten.

Nach Aussage von Ghassan Salameh, einem Berater des UN-Sonderrepräsentanten für den Irak Sergio Vieira de Mello, gegenüber der französischen Wochenzeitung Le Nouvel Observateur haben ihm mehrere prominente Iraker in Gesprächen gesagt, daß sie zu den Waffen greifen werden, falls sich die Umstände im Irak nicht schnell verbessern.

"Viele einflußreiche Iraker, die sich Anfangs von einem verhaßten Regime befreit fühlten, haben mir versichert, daß sie zu den Waffen greifen werden, wenn die Koalitionssoldaten nicht zu einem Ergebnis kommen. Die Zeit ist knapp", so Salameh in dem Interview.

Er nannte nicht die Namen der Iraker, mit denen er auf seiner UN-Mission im Irak gesprochen hatte.

Seine Aussage, daß die Proteste im Südirak zeigten, daß auch auf die Briten Probleme zukommen, wurde in der Zwischenzeit bestätigt. Am Donnerstag ist ein britischer Soldat durch eine Bombe getötet und zwei weitere verletzt worden. Insgesamt sind seit Beginn des Krieges damit 46 britische und 267 amerikanische Soldaten im Irak ums Leben gekommen.

Salameh warnte, daß die Menschen, frustriert durch die monatelange kaum vorhandene Versorgung mit Wasser und vor allem Strom sowie dem Zusammenbruch der öffentlichen Sicherheit, sich Gegnern der Besatzer zuwenden könnten.

"Tatsächlich ist die Bevölkerung sehr überrascht. Sie verstehen nicht, wie ein derartiger Grad an Effizienz während des Krieges von einem derartigen Mangel an Effizienz im ‚Frieden' gefolgt werden kann", sagte er.

In der Zwischenzeit hat Qais al-Khaz'ali eine auf Flugblättern in englischer Sprache verbreitete Entschuldigung abgelehnt und besteht weiterhin auf der Erfüllung seiner Forderungen.




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