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Der fehlende Nachschub im Irak
25.08.2003









Bereits am Freitag berichtete AP, daß die US-Army im Irak starke Probleme bei der Versorgung mit Ersatzteilen für die verschiedenen Fahrzeuge hat.

Die häufigere Nutzung zusammen mit der starken Beanspruchung durch die hohen Temperaturen und den Sand führen zu einem starken Verschleiß.

Als Beispiel nannte General Paul Kern, der Leiter des Army Materiel Command die Ketten für Bradley-Schützenpanzer. Hier hinkt der Ersatzteilvorrat dem Bedarf um Monate hinterher.

Auch die Reifen der häufig eingesetzten Humvees sind seinen Angaben zufolge nicht in ausreichendem Maß vorhanden.

Der Oberstabsfeldwebel des V Corps Command, Kenneth O. Preston, sagte, daß die Panzer der US-Army in den vergangenen Monaten im Irak mehr Kilometer zurückgelegt haben als sie es normalerweise in zwei oder drei Jahren tun.

Der Bedarf für Ersatzketten für Panzer und andere Fahrzeuge ist Kern zufolge so groß, daß sie mittlerweile per Flugzeug eingeflogen werden, da die deutlich billigere Verschiffung zu lange dauern würde.

Eine am Sonntag veröffentlichte AP-Meldung unterstrich die Versorgungsprobleme der USA im Irak noch weiter.

Der Meldung nach setzen US-Soldaten mittlerweile konfiszierte AK-47 Gewehre ein, da für die Soldaten nicht ausreichend M16 und M4-Gewehre zur Verfügung stehen.

Die amerikanischen Soldaten bevorzugen die AK-47 aber auch, weil sie in der staubigen Umgebung wesentlich weniger zu Ladehemmung neigt und es einfach ist, neue Munition bei durchgeführten Razzien zu bekommen.

Dies dürfte aber nur der "offizielle" Teil der Vorteile sein.

Darüberhinaus ist der Einsatz von AK-47 - die auch vorrangig von den irakischen Widerstandskämpfern genutzt werden - ein unschlagbarer Vorteil, wenn bei einem Gefecht - oder auch bei einem anderen "Zwischenfall" - Zivilisten erschossen werden, da dann kaum noch nachgewiesen werden kann, ob sie durch US-Soldaten getötet worden sind.

Und auch die Anzahl der Vorfälle von "friendly fire" läßt sich so praktisch beliebig reduzieren oder auch erhöhen, je nachdem, welcher Eindruck erweckt werden soll.




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