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Israel lehnt Verlängerung des Waffenstillstands ab
05.08.2003









Wie Reuters berichtete, hat der israelische Außenminister Silvan Shalom ein Angebot seines palästinensischen Kollegen abgelehnt, den von palästinensischer Seite verkündeten Waffenstillstand zu verlängern.

Der palästinensische Außenminister Nabil Shaath hatte nach seinen Angaben eine Verlängerung an die Bedingung geknüpft, daß Israel die in dem "Friedensfahrplan" vorgesehen Schritte ausführt. Hierzu zählen der Abzug der israelischen Armee aus palästinensischen Städten, die Freilassung der palästinensischen Gefangenen und das Anhalten der "Besiedlungen".

Shalom hatte hingegen gefordert, daß vor weiteren israelischen Schritten die palästinensischen Organisationen aufgelöst werden müssen, die von Israel als Terrorgruppen bezeichnet werden.

Palästinensische Stellen fürchten, daß ein Vorgehen gegen die Organisationen - die Organisationen, die auch den derzeitigen einseitigen Waffenstillstand vereinbart haben - zu einem Bürgerkrieg führen würde.

Für die Ablehnung einer Verlängerung des Waffenstillstands scheint es nur zwei mögliche Gründe zu geben. Entweder ist Israel nicht an einer friedlichen Lösung interessiert oder das Land ist nicht bereit, den Forderungen des "Fahrplans" nachzukommen.

Für die zweite Möglichkeit sprechen mehrere Indizien. Israel hat vor kurzem beschlossen, eine "Siedlung" weiter auszubauen, die Zahl der palästinensischen Gefangenen ist wesentlich geringer als von palästinensischer Seite erwartet und auch der Bau des "Sicherheitszauns" geht unvermindert weiter - allerdings ist dieser auch nicht Thema des "Fahrplans", belastet aber die Gespräche stark.




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