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Israelische "Mauer" wird weiter vorangetrieben
24.08.2003









Wie Electronic Intifada am Donnerstag berichtete, wurde am gleichen Tag, als der Hamas-Führer Abu Shanab durch israelische Raketen getötet wurde, der gesamte Marktplatz von Nazlat'Isa durch israelische Bulldozer zerstört.

Über 100 Geschäfte und 5 Wohnhäuser wurden in dem größten Zerstörungsakt seit Jahren vernichtet, um Platz für den Bau des israelischen "Sicherheitszauns" zu schaffen.

Der Marktplatz war bisher das wirtschaftliche Zentrum der ganzen Region.

Da es relativ problemlos möglich wäre - so man denn die "Notwendigkeit" des "Zauns" überhaupt akzeptiert - die Mauer um palästinensische Siedlungen herum zu bauen statt mitten hindurch kann dieser Vorfall kaum anders als eine verdeckte Art der Kriegsführung gegen die palästinensische Zivilbevölkerung bezeichnet werden.

Währenddessen haben die wechselseitigen Angriffe des israelischen Militärs und palästinensischer Milizen zu einer Beendigung des einseitig von palästinensischer Seite verkündeten Waffenstillstands geführt.

Wie vorauszusehen war, haben die Provokationen Israels, die wiederum dazu führten, daß die palästinensischen Gruppen der Ansicht waren, nicht anders als mit Anschlägen reagieren zu können, dazu geführt, daß nun beide Seiten auf eine Konfrontation zusteuern, die die bisher erlebte Gewalt in den Schatten stellen dürfte.

Während die israelische Seite anscheinend der Ansicht ist, daß nun angesichts des Anschlags auf einen Bus, bei dem 20 Menschen getötet worden sind, die Anwendung von Gewalt endgültig legitimiert sei, scheinen die palästinensischen Gruppen immer weniger zu verlieren zu haben, da sie nun auch von der palästinensischen Regierung verfolgt werden sollen.

Dem steht allerdings wiederum der Trauerzug für den von Israel als Reaktion auf den Anschlag getöteten Hamas-Führer entgegen, dem über 100.000 Menschen beigewohnt haben sollen.

Sollte es tatsächlich zu einem Bürgerkrieg innerhalb Palästinas kommen, wäre dies Israel allerdings vermutlich nur recht, da sich die Gewalt dann innerhalb des Landes entladen würde statt sich gegen Israel zu richten.




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