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Neuer israelischer Anschlag
27.08.2003









Israel hat am Dienstag erneut einen Anschlag auf Palästinenser verübt, berichtete AFP. Wieder einmal hat der Versuch einer "gezielten Tötung" allerdings nur zum Tod und zum Leid Unschuldiger geführt.

Ziel des Anschlags waren zwei Hamas-Mitglieder, Wahel Ikalan und Khalad Massoud. Beide konnten aber unverletzt entkommen, als ihr Fahrzeug von zwei israelischen Kampfhubschraubern mit Raketen beschossen wurde. Stattdessen ist ein 60-jähriger Passant getötet worden und über 20 weitere, darunter viele Frauen und Kinder, wurden verletzt.

Nabil Abu Rudeina, ein Berater des Palästinenserführers Yasser Arafat, sagte, die israelischen Angriffe hätten "die Situation wieder auf den Nullpunkt gebracht" und daß die palästinensische Führung nun aufgrund "der Eskalation" um eine Notdebatte im UN-Sicherheitsrat bitten könnte.

Die auch in dieser AFP-Meldung gemachte zeitliche Einordnung, wer wann auf welchen Anschlag mit welchem Gegenanschlag geantwortet hat, scheint überflüssig. Beide Seiten sind offenbar nicht in der Lage, einen oder mehrere Anschläge der Gegenseite hnzunehmen, ohne "darauf zu antworten" um so den Friedensprozeß am Leben zu erhalten. Hierbei ist allerdings anzumerken, daß die palästinensische Seite während des einseitig verkündeten Waffenstillstands erstaunlich lange die Provokationen der israelischen Seite hingenommen hat.

Die israelische Armee verweigerte bisher jeden Kommentar über den versuchten Anschlag auf die beiden Palästinenser. Ein israelischer Radiosender sagte, daß einer von ihnen, Massoud, ein Experte im Bau von Qassam-Raketen sei.

Die israelische Regierung beschuldigte zwar die palästinensische Seite und sagte am Dienstag mit dem Außenminister Silvan Shalom, daß die Palästinenser die alleinige Schuld an der neuen Eskalation der Gewalt treffe, da sie es bisher versäumt haben, entschieden gegen die Infrastruktur der militanten Gruppen vorzugehen.

Er bezeichnete "den Anschlag letzte Woche als einen Wendepunkt" und kündigte an, daß "solange die palästinensische Regierung nichts unternimmt, um die Terrororganisationen aufzulösen" Israel dies "übernehmen wird." Dies sei eine strategische Entscheidung, so Shalom.




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