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JAP ist nicht anonym
18.08.2003









Das beliebte Programm Java Anonymous Proxy (JAP) bietet neuen Erkenntnissen zufolge eben nicht die Anonymität, die zugesichert wird.

Es klang ja eigentlich auch zu schön, um wahr zu sein: da entwickelt eine deutsche Universität mit finanzieller Unterstützung des Staates ein Programm, mit dem ein wirklich anonymes Surfen im Internet möglich ist und bietet sowohl Programm als auch die Leistung selbst kostenlos an.

Wie sich nun nach Analyse des veröffentlichten Quelltextes des Serverprogramms gezeigt hat, enthält dies Funktionen, um Zugriffe auf bestimmte Adressen (und sicherlich auch von bestimmten Adressen) zu protokollieren. Die Funktion wurde hier von Stefan Köpsell, einem der Entwickler, bestätigt.

In einem Usenet-Posting wurde die eingebaute Funktion von einem Entwickler des Programms ebenfalls bestätigt.

In der dort abgegebenen Erklärung heißt es, daß das BKA verlangt habe, Zugriffe auf eine bestimmte IP-Adresse für eine begrenzte Zeit aufzuzeichnen.

Anscheinend ist aus diesem Grund die interne Struktur umgebaut und das Programm entsprechend verändert worden. Vor einigen Wochen war der Service mehrere Tage lang nicht erreichbar, angeblich wegen eines "Hardwaredefektes". Jetzt ist für eine Nutzung des Dienstes ein Update erforderlich, daß automatisch aus dem Internet heruntergeladen wird, wenn man versucht, sich mit einer alten Version zu verbinden.

JAP kann also ab sofort nicht mehr als vertrauenswürdiges Anonymisierungswerkzeug betrachtet werden.




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