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Kinderarbeit im Irak
28.08.2003









Gulf News hat am Donnerstag in einem ursprünglich von der Los Angeles Times stammenden Artikel berichtet, daß im Irak vermehrt Kinder als Arbeiter benutzt werden.

Ayad Daoud sieht nicht älter als 8 Jahre aus, er besteht aber darauf, schon 15 Jahre alt zu sein - dem Mindestalter, um als Müllsammler für die US-Besatzer arbeiten zu dürfen.

Während die USA stolz darauf hinweisen, daß die Straßen in den zwei Wochen, seit 25.000 Iraker dafür bezahlt werden, den Müll von den Straßen zu entfernen, sauberer geworden sind, hat die Maßnahme zumindest nicht zu weniger Kriminalität geführt.

Nicht nur, daß Kinder hier arbeiten müssen, auch die Erwachsenen erhalten nicht den "Lohn", der ihnen von der US-Verwaltung zugesagt wird. Die Anführungszeichen sind hier tatsächlich unvermeidlich, da sie pro Tag 3 US-Dollar bekommen sollen. Sollen, weil sie von den Zwischenvertragsnehmern, die Verträge mit der US-Verwaltung abgeschlossen haben und die wiederum die Arbeiter bezahlen, bestenfalls die Hälfte der Summe auch ausgezahlt bekommen.

Auch die tatsächlich gezahlte Miete für die Lastwagen, mit denen der Müll abgefahren wird und die von Anwohnern angemietet werden, ist nur die Hälfte des Betrages, der hierfür von den USA gezahlt wird. Darüberhinaus müssen die Fahrer das Benzin für die Lastwagen noch selbst kaufen, erzählte Mohammed Qasim, einer der Fahrer.

Die Aussage von Emad Mubdir Jasim, dem Leiter des Gemeindeamtes des Baghdader Stadtteils Al Sadr, daß "manche Kinder arbeiten müssen, weil sie niemanden haben, der für sie sorgt" weil "vielleicht Saddam Hussein ihre Eltern getötet hat und sie niemand mehr haben" und man ihnen deshalb "aus humanitären Gründen manchmal gestatten muß, zu arbeiten" kann nur noch als zynisch bezeichnet werden.

Hier wäre es wohl eher angebracht, daß die USA ein Waisenhaus oder eine Sozialhilfe finanzieren, zumal die Wahrscheinlichkeit, daß sie für den Tod der Eltern verantwortlich sind, fast ebenso groß sein dürfte.

Offenbar ist die US-Verwaltung aber auch hier weder daran interessiert, auf die Einhaltung internationaler Regelungen zu achten noch Korruption zu verhindern.




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