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USA: der Spielraum wird enger
30.08.2003









Wie die Financial Times am Freitag berichtete, sind die 2,5 Milliarden US-Dollar, die von den USA in irakischen Konten in den USA beschlagnahmt worden waren, aufgebraucht.

Am 30. Juni waren noch 1,8 Milliarden US-Dollar vorhanden, die Ausgaben beliefen sich also auf über 1 Milliarde US-Dollar pro Monat.

Am Freitag erfolgte die letzte Überweisung von 420 Millionen US-Dollar an die US-"Übergangsverwaltung" des Iraks. In Zukunft müssen Zahlungen also direkt von den USA aufgebracht werden, was angesichts der Finanzlage der USA - das Weiße Haus hatte am Dienstag das Haushaltsdefizit für 2003 auf 455 Milliarden US-Dollar geschätzt - nur über weitere Kredite zu finanzieren sein dürfte.

Der ursprüngliche Plan der USA hatte vorgesehen, daß kurze Zeit nach Ende des Krieges die irakischen Ölexporte wieder aufgenommen würden und so den Hauptteil der Kosten tragen würden. Tatsächlich exportiert der Irak derzeit nur einen Bruchteil der Menge Öl, die er vor Kriegsbeginn - als hier aufgrund der Sanktionen noch strenge Begrenzungen auferlegt waren - exportiert hat.

Die Kosten für den Wiederaufbau des Iraks machen zwar nur einen kleineren Teil der momentanen Ausgaben von monatlich 4 Milliarden US-Dollar aus, der US-Verwalter Paul Bremer hat aber schon einen Ausblick auf die zu erwartenden Kosten gegeben, als er allein 2 Milliarden US-Dollar veranschlagte, nur um den derzeitigen Stromverbrauch abzudecken und 16 Milliarden US-Dollar in den nächsten vier Jahren, um die Wasserversorgung zu reparieren.

Die irakische Wasserversorgung war bereits im ersten Golfkrieg absichtlich von den USA zerstört worden und konnte aufgrund der verhängten Sanktionen nur unvollkommen repariert werden.




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