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USA kennen Zahl der Gefangenen auf Kuba nicht
15.08.2003









Wie Reuters bereits am Dienstag in einer Meldung berichtete, kennen die USA nicht einmal die Zahl der in dem Gefangenenlager Guantanamo Bay auf Kuba festgehaltenen Menschen.

Diese Tatsache wurde in einem Gerichtsverfahren von staatlichen Juristen der USA enthüllt. Ebenso sind die Namen von hunderten der Gefangenen nicht bekannt.

Das Verfahren sollte die Freilassung des vermutlich auf Kuba gefangengehaltenen Libyers Falen Gherebi erwirken.

Stephen Yagman, der Gherebis Bruder in dem Verfahren vertreten hat, sagte: "Sie lassen ihn nicht gehen und sie sagen uns nicht, ob er dort ist. Das ist verrückt."

Die Richter zeigten sich von der Enthüllung, daß keine vollständigen Aufzeichnungen über die teilweise fast 600 Tage auf Kuba inhaftierten Menschen existieren, schockiert.

Anwälte, die den Staat vertraten, erklärten dies mit mangelnder Kooperationsbereitschaft einiger Gefangener und mit Problemen in der Übersetzung der Namen. Dies sollte aber beides kein Hindernis bei einer Zählung der Gefangenen darstellen - außer die Gefangenen müssen selbst zählen, weil die Soldaten hierzu nicht in der Lage sind.

Allerdings fällt es auch nicht auf, wenn ein Gefangener, über den keinerlei schriftlichen Aufzeichnungen existieren, verschwindet. Sollte also ein Gefangener "versehentlich" zu Tode kommen würde dies keinerlei Untersuchung nach sich ziehen müssen.




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