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Nikotin oder Geschmack?
04.08.2003









Eine in "Chemical Research in Toxicology" veröffentlichte amerikanische Studie hat gezeigt, daß einige Zigarettenmarken ein deutlich größeres Suchtpotential haben als andere.

Die von James F. Pankow an der Oregon Health & Science University durchgeführte Studie analysierte als erste den Gehalt einer Nikotinart, die "freie Base" genannt wird.

Da diese Nikotinart einen gasförmigen Zustand annehmen kann, wird sie vom Körper wesentlich leichter aufgenommen.

In der Studie wurde der Rauch von 11 amerikanischen Zigarettenmarken, die zum Teil aber auch in Deutschland erhältlich sind, untersucht. Dabei stellte sich heraus, daß es sehr große Unterschiede zwischen den getesteten Marken gibt.

Von den untersuchten Zigaretten enthielt der Rauch der Marke Camel am wenigsten und der Rauch der Marke American Spirit die größte Menge der Nikotinart, wobei der Rauch der American Spirit - einer ehemals unabhängigen Marke, die im Jahr 2002 von R.J. Reynolds aufgekauft worden ist - mehr als den zehnfachen Wert als die Camel aufzeigt.

Damit liegt die American Spirit noch vor Marlboro und Gauloises Brunes.

Neal Benowitz von der University of California in San Francisco hält das Forschungsergebnis für wichtig, da es ein weiteres Indiz dafür sei, daß Hersteller ihre Tabakmischungen auch auf einen hohen Gehalt an freie-Basen-Nikotin hin optimieren, auch wenn sie noch keinen wirklichen Beweis liefert.

Der Verdacht, daß die Tabakmischungen eben nicht nur auf den Geschmack hin "optimiert" werden ist nicht von der Hand zu weisen.




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