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Der pakistanische Mohr
14.08.2003









Der pakistanische Mohr scheint - zumindest nach Ansicht der US-Regierung - seine Schuldigkeit getan zu haben.

Nicht nur, daß dem Land seit Wochen vorgeworfen wird, Talibankämpfern Unterschlupf zu gewähren, die "Sympathien" scheinen eindeutig zu Indien zu tendieren.

Nicht nur, daß die USA dem Verkauf des israelischen Phalcon-Radarsystems, vergleichbar den amerikanischen AWACS, zugestimmt hat, einer AFP-Meldung zufolge hat nun die Ukraine angekündigt, ihre Militärlieferungen an Pakistan einzustellen und will sich stattdessen um Verbindungen mit Indien bemühen.

Es ist mehr als unwahrscheinlich, gerade auch im Hinblick auf die Beziehungen der Ukraine zur NATO, daß diese Ankündigung ohne Mitwirkung der USA erfolgt ist.

Durch diese Maßnahmen wird nicht nur Pakistan geschwächt, sondern auch der direkte Gegner Indien, mit dem es in der Vergangenheit schon häufiger zu Auseinandersetzungen gekommen ist, vorrangig wegen des zwischen beiden Ländern gelegenen Kaschmir-Gebiets, gestärkt.

Die Argumentation des Sprechers des US-Außenministeriums, Philip Reeker, daß aufgrund der Entspannung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern nun keine Einwände mehr gegen das Geschäft im Wert von 1 Milliarde US-Dollar bestünden, ist mehr als zweifelhaft.

Zwar sind beide Länder in den letzten Monaten tatsächlich aufeinander zugegangen, eine derart einseitige Unterstützung einer der beiden Parteien erklärt dies allerdings nicht. Außerdem dürfte es dem weiteren Friedensprozeß auch nicht zuträglich sein.

Pakistan ist eine bisher von den USA akzeptierte und unterstützte Militärdiktatur, die eine aktive Rolle im amerikanischen "Krieg gegen den Terrorismus" gespielt hat. Anscheinend sind die USA nun auf der Suche nach neuen Partnern.




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