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Panorama will auch mitspielen
22.08.2003









Nachdem bereits der Spiegel und die Frankfurter Allgemeine (nur kostenpflichtig über das Archiv, Titel "Der Holzhammer als Streichelinstrument" vom 15.08.2003) ihren Lesern klarmachen wollten, daß sämtliche Ungereimtheiten im Umfeld des 11. September 2001 völlig abwegige Verschwörungstheorien sind schlug nun auch die Sendung "Panorama" in die gleiche Kerbe.

Die beiden Druckwerke begnügten sich noch damit, neben anderen vorrangig das neu erschienene Buch Andreas von Bülows "Die CIA und der 11. September. Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste" (Spiegel) und das ebenfalls neue "In göttlicher Mission" (FAZ) von Geiko Müller-Fahrenholz zu verreißen und als ersponnene Verschwörungstheorien darzustellen. Allerdings war sich auch die FAZ wie schon der Spiegel nicht für den einen oder anderen persönlichen Angriff auf die Autoren zu schade, so spricht der Autor der FAZ, Wilfried von Bredow, von einem "pathologischen Abgrenzungsbedürfnis".

"Panorama" wollte hier anscheinend nicht zurückstehen und sendete am Donnerstag einen Beitrag zu dem Thema mit dem Titel "Juden, BKA und CIA - Absurde Verschwörungstheorien zum 11. September".

Nicht nur, daß der Beitrag gezielt Halbwahrheiten verwendet - es wird dargestellt, als sei die einzige Begründung für die Behauptung, einige der angeblichen Flugzeugentführer seien noch am Leben, daß ihre Leichen nicht gefunden wurden und Meldungen, die Beweise hierfür liefern wurden in der Sendung komplett ignoriert - es wurde offenbar außerdem versucht, die "Gunst der Stunde" zu nutzen und die Autoren noch weiter zu diskreditieren.

Offenbar durch das Erscheinen Horst Mahlers im Publikum bei einer Tagung zu dem Thema inspiriert, wurde in dem Panorama-Bericht viel Zeit auf seine Person und seine Sichtweise zu den Anschlägen verwendet.

Auf diese Art wurden auch die Autoren Bröckers und von Bülow in einen rechtsextremen Kontext gerückt - ohne dies auszusprechen zu müssen.

Der Anstieg der Häufigkeit derart persönlich werdender und verleumderischer Artikel in den "etablierten Medien" in der letzten Zeit fällt auf. Um dies zu erklären, bedarf es aber nicht unbedingt einer neuen Verschwörungstheorie, daß die Medien alle kontrolliert werden.

Möglicherweise handelt es sich auch einfach nur um die Reaktion von Journalisten, die langsam erkennen, daß sie in ihrem bisherigen Festhalten an der "offiziellen Version" auf das falsche Pferd gesetzt haben, aber jetzt nicht bereit sind, einen Irrtum zuzugeben.




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