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"Das schafft auch ein dressierter Affe!"
05.08.2003









"Das schafft auch ein dressierter Affe!" Dieser Satz scheint jetzt Wirklichkeit geworden zu sein.

Dem amerikanischen Unternehmen Primate Programming Inc (PPI) ist nach eigenen Angaben ein sensationeller Durchbruch in der Erstellung von Programmen gelungen.

Mark Bajek, der Gründer der in Des Moines im US-Bundesstaat ansässigen Firma, arbeitete schon seit Jahren an dem Projekt, als - er erinnert sich noch genau - am 19. Mai 1999 der Schimpanse Brainerd es zum ersten Mal schaffte, eine fehlerfreie Version des "Hallo Welt"-Programms in Visual Basic zu programmieren.

Seit dem hat die Forschung bei PPI große Fortschritte gemacht. Es hat sich herausgestellt, daß Paviane und Bonobos die besten Programmierer sind - auch wenn sie ungern ihre Ergebnisse teilen, weil ein qualitativ hochwertiges Programm ihren Status in der Gruppe verbessert.

Schimpansen sind besonders für die Fehlersuche geeignet und "Orang Utans sind großartig im Berichte schreiben", so die Website.

Der Vorteil, Programmierungen durch Affen erledigen zu lassen, liegt dabei auf der Hand. Die Stundensätze für Softwarewartung und das Verfassen von Berichten liegt bei nur 0,69 US-Dollar, das Testen von Software kostet, da es "weniger Fähigkeiten erfordert" sogar nur 0,45 US-Dollar pro Stunde.

Nach Aussage von PPI werden in der nächsten Zeit auch die durch diese Arbeit entstehenden Probleme des Urheberrechts gelöst, da Gesetze im Kongreß als auch im Senat kurz vor der Verabschiedung stehen, die Hominiden eine provisorische US-Staatsbürgerschaft zusichern.




Selbstverständlich ist PPI nur eine Satire eines amerikanischen Schulungsunternehmens, macht aber deutlich auf das Problem aufmerksam, daß Unternehmen meist alles daransetzen, menschliche Arbeitskräfte zu ersetzen.
Einige Emails mit Daniel Mezick, dem Geschäftsführer von New Technology Solutions lassen allerdings zumindest den Verdacht aufkommen, daß es sich bei der ganzen Sache nur um eine aufwendige Internetwerbekampagne handelt.

Er zeigte sich nur unter der Bedingung bereit, Fragen hinsichtlich PPI zu beantworten, daß die auf der Website genannten Regeln für Links absolut befolgt werden, was einen deutlichen Werbecharakter hätte.

Dies würde auch den für einen einfachen "Witz" extrem hohen Aufwand der Seiten erklären.

Angesichts der teilweise sehr schlechten Antwortzeiten des Webservers scheint die Strategie aufgegangen zu sein.




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