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Rice: Kriegsgegner sind Rassisten
11.08.2003









Wie der britische Telegraph am Samstag berichtete, hat die Sicherheitsberaterin des Weißen Hauses Condoleezza Rice in einer Ansprache den Irakkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung für die Gleichberechtigung Farbiger in den USA in den 60er Jahren verglichen.

In der Rede vor der Vereinigung Schwarzer Journalisten in Dallas erinnerte sie an ihre eigene Kindheit in der Stadt Birmingham im US-Bundesstaat Alabama, wo es große Rassenkonflikte gab, die im Jahr 1963 in einen Bombenanschlag auf eine Kirche mündeten, bei dem 4 schwarze Mädchen getötet und dutzende verletzt wurden.

Schwarze Amerikaner sollen ihrer Ansicht nach anderen, die für Freiheit einstehen, zur Seite stehen und dem "herablassenden" Argument ausweichen, daß manche Rassen oder Nationen nicht an westlichen Freiheiten interessiert oder dafür bereit sind.

"Wir haben das Argument schon einmal gehört. Und wir, mehr als jeder sonst, sollten als ein Volk bereit sein, es zurückzuweisen", sagte sie. "Diese Ansicht war 1963 in Birmingham falsch und sie ist in 2003 in Baghdad und im restlichen Mittleren Osten falsch."

Während der US-Präsident George W. Bush in fast jeder Rede religiöse Motive als Begründung oder Rechtfertigung bemüht, hat Rice also begonnen, ethische Gründe als Vorwand für die Kriege der USA anzuführen.

Nicht nur, daß sie anscheinend eine äußerst selektive Wahrnehmung besitzt - Berichte, in denen "einfache" Iraker ebenso wie Politiker, Wissenschaftler oder Geistliche die Amerikaner zum sofortigen Abzug auffordern sind an der Tagesordnung - sie gibt außerdem einen Hinweis, daß der Irak und Afghanistan vermutlich erst der Anfang waren.

"Und im restlichen Mittleren Osten" kann hier sicherlich als Ausblick auf das Verhalten der USA in der Region in den nächsten Jahren verstanden werden.




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