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Neue Terrorgefahr
13.08.2003









Es ist wirklich beängstigend. Gerade erst haben mehrere US-Regierungsmitglieder vor einem bevorstehenden Terroranschlag gewarnt, nun wurden drei Männer verhaftet, die eine russische Boden-Luft-Rakete verkaufen wollten, mit der eine "Passagiermaschine" hätte abgeschossen werden können.

Blickt man allerdings hinter die Kulissen, drängen sich eine ganze Reihe von Fragen auf.

Bei dem Hauptverdächtigen Hekmat Lakhani, einem aus Indien stammenden Briten, handelt es sich um einen bekannten Waffenhändler.

Das "Geschäft" war den amerikanischen Behörden nicht nur seit mehreren Monaten bekannt, der Verkauf der Waffe wurde anscheinend vom russischen Geheimdienst eingefädelt, der sie auch vor dem Verkauf unbrauchbar gemacht hatte, so daß sie nicht abgefeuert werden konnte.

Als Käufer trat ein FBI-Agent auf, der offenbar auf einer Zusage bestanden hatte, daß mit der Waffe eine Passagiermaschine abgeschossen werden könne.

Die einzige an dem Geschäft beteiligte Person, die nicht Mitglied eines Geheimdienstes ist, scheint Lakhani selbst zu sein. Über seine beiden verhafteten Komplizen wurden bisher keinerlei Informationen veröffentlicht, so daß es selbst bei diesen zumindest möglich zu sein scheint, daß sie ebenfalls für einen Geheimdienst arbeiten.

Offenbar wurde also ein bekannter Waffenhändler von einem sich als Terroristen ausgebenden FBI-Agenten damit beauftragt, ihm eine solche Waffe zu verkaufen, die dieser wiederum von einem Agenten des russischen FSB erhielt.

Nun mag mit dem Vorfall bewiesen sein, daß der Kauf einer solchen Waffe in den USA möglich ist - zumindest, wenn die Geheimdienste zweier Länder mitwirken - mehr aber auch nicht.

An der gesamten Transaktion waren keinerlei Terroristen beteiligt. Darüber hinaus scheint es zumindest ungewöhnlich, eine Waffe auf einem Schiff aus Rußland in die USA zu importieren. Die Verfügbarkeit solcher Waffen in Südamerika ist sicherlich ebenso hoch und hier existieren auch genügend langerprobte Kanäle, um sie in die USA zu schmuggeln.

Auch die häufiger zu lesende Behauptung, es habe in der Vergangenheit schon 3 Anschläge mit mobilen Boden-Luft-Raketen auf Passagiermaschinen gegeben, ist falsch. Der einzige solche Anschlag fand im November letzten Jahres in Mombasa in Kenia statt. Bei den beiden anderen Angriffen wurden amerikanische Militärmaschinen in Saudi-Arabien und im Irak angegriffen.

Und der Anschlag in Mombasa läßt ebenfalls ernste Zweifel an der offiziellen Darstellung aufkommen. Den Berichten zufolge waren zwei russische SA-7 auf ein kurz zuvor gestartetes israelisches Passagierflugzeug abgefeuert worden, verfehlten allerdings beide ihr Ziel.

Die Tatsache allein, daß zwei Boden-Luft-Raketen ein derart leichtes Ziel verfehlt haben sollen, ist bemerkenswert. Bei den SA-7 handelt es sich zwar um eine überholte, auf Hitzesuche basierende Technik, eine Passagiermaschine stellt aber ein sehr leichtes Ziel dar.

Als derartige Zweifel lauter wurden, tauchten Berichte auf, die besagten, daß die israelische Maschine möglicherweise Raketenabwehrmaßnahmen an Bord hatte und diese auch eingesetzt hat.

Gerade in Anbetracht der überholten Technik der SA-7 "Strela" ist dies mehr als unwahrscheinlich. Da die Raketen einer Hitzequelle - den Triebwerken - folgen, sind Maßnahmen wie das Stören des Radars sinnlos. Die einzig mögliche Abwehrmaßnahme ist das Abfeuern so genannter "Flares", glühender Kugeln, die durch ihre extreme Hitze die Rakete von dem Flugzeug ablenken sollen.




Nicht nur, daß es keinerlei Augenzeugenberichte für ein derartiges Feuerwerk gibt, die Reaktionszeit ist bei tragbaren Boden-Luft-Raketen auch extrem kurz. Die SA-7 hat eine Reichweite von 4.200 Metern und eine Geschwindigkeit von 500 Metern pro Sekunde. Das heißt, daß bei einer maximalen Entfernung des Flugzeugs vom Angreifer 10 Sekunden (die Geschwindigkeit des Flugzeugs ist einzurechnen) verbleiben, um den Angriff zu bemerken, den Abwurf von Flares einzuleiten, diese abzuwerfen und einen gewissen Abstand zu erreichen.

Dies ist auch der Grund, warum es tschetschenischen Rebellen gelungen war, einen russischen Transporthubschrauber MIL MI-26 mit einer Rakete abzuschießen, obwohl dieser Gegenmaßnahmen installiert hat.

Darüberhinaus wurden weder die ausgebrannten Raketen gefunden noch gab es Berichte über die Explosionen - für den Fall, daß ein Ziel verfehlt wird, enthalten die Raketen einen zeitgesteuerten Selbstzerstörungsmechanismus.

Außerdem fällt auf, daß weder an den gefundenen Abschußvorrichtungen Verbrennungsrückstände zu sehen sind, noch daß das Gras in dem Gebiet verbrannte Flecken aufwies.




Es bestehen also begründete Zweifel, ob die Bedrohung durch Boden-Luft-Raketen wirklich so groß ist, wie dies dargestellt wird. Daß der ganze "Fall" von Anfang an anscheinend von Geheimdiensten forciert, wenn nicht sogar komplett geplant und aufgebaut, worden ist, spricht jedenfalls eindeutig dagegen.

Hiermit soll die tatsächliche Gefahr eines solchen Anschlags gar nicht bestritten werden. Die Möglichkeit besteht sicherlich. Ebenso besteht aber sicherlich auch die Möglichkeit, daß 20 Terroristen ein Atomkraftwerk stürmen oder der Diebstahl von radioaktivem Material aus einer Endlagerstätte, um hieraus eine "schmutzige Bombe" zu bauen.

Hier würden Gegenmaßnahmen aber nicht so öffentlichkeitswirksam ausfallen und würden auch keinen "befreundeten" Unternehmen neue Umsätze bescheren, da dies vorrangig eine effektive Bewachung der Einrichtungen erfordern würde, wofür mehr Menschen eingestellt werden müßten.




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