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Wieder Kinder getötet
10.12.2003









Wie AP am Mittwoch berichtete, sind in Afghanistan erneut 6 Kinder von amerikanischen Soldaten bei einem Angriff getötet worden.

Der Vorfall ereignete sich bereits am Freitag, als in der Nähe der im Osten gelegenen Stadt Gardez ein Gebäudekomplex angegriffen wurde, von dem das US-Militär glaubte, daß sich der Kommandeur der Taliban, Mullah Jalani, dort aufhielt.

Die Gebäude wurden mit Flugzeugen und Soldaten angegriffen, wodurch ein Teil einstürzte.

"Am nächsten Tag entdeckten wir die Körper von zwei Erwachsenen und sechs Kindern unter einer eingestürzten [Mauer]. Wir hatten keine Anzeichen dafür, daß es Nichtkämpfer [in dem Komplex] gab", sagte Oberstleutnant Bryan Hilferty.

Die Vermutung, daß es sich bei den beiden Erwachsenen um die Eltern der Kinder gehandelt hat, ist naheliegend. Vermutlich hatten sie das leerstehende Gebäude als Rastplatz für die Nacht ausgewählt.

Keine weiteren Opfer wurden erwähnt, offensichtlich haben sich weder Mullah Jalani noch andere Kämpfer zum Zeitpunkt des Angriffs dort aufgehalten.

Dies ist ein weiteres Beispiel für einen massiven Angriff des US-Militärs, der auf offenbar sehr mangelhaften Informationen beruhte. Anscheinend sind die USA bereit, beim geringsten Hinweis auf den Aufenthaltsort eines ranghohen Taliban schwere Waffen einzusetzen und dabei das Risiko von getöteten Zivilisten in Kauf zu nehmen.

Dies erinnert weniger an das Vorgehen eines überlegenen Militärs gegen einige vereinzelte, übriggebliebene Widerstandskämpfer sondern eher an das Vorgehen einer Besatzungsmacht, die sich einem unbesiegbaren Widerstand gegenübersieht.





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