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Verbotene Waffen im Irak
04.12.2003









Ein amerikanisches Unternehmen, das Munition herstellt, hat nach eigenen Angaben ein neuartiges Projektil entwickelt, das nach Angaben des Herstellers RBCD eine verheerende Wirkung besitzt.

Die Kugeln werden dabei aus einer Kombination verschiedener Metalle hergestellt und "explodieren" im Körper des Getroffenen.

Diese Kugeln haben zu erbitterten Diskussionen in diversen Artikeln und Foren geführt. Allerdings nicht, weil es sich bei den Kugeln faktisch nur um eine komplett anders konstruierte Variante der verbotenen Dum-Dum-Geschosse handelt, sondern nur, weil bezweifelt wird, daß die Herstellerangaben auch wirklich den Tatsachen entsprechen und die Munition tatsächlich so "effektiv" ist.

Dabei erhält die Seite derjenigen, die an eine Verschwörung gegen die Munition glauben, weiteren Auftrieb durch die Tatsache, daß der amerikanische Kongreß im vergangenen Jahr zwar 1 Million US-Dollar für Versuche mit der Munition bewilligt hat, dieses Geld aber bisher noch nicht genutzt worden ist.

Gegner der Munition erwidern, daß die Ergebnisse von Versuchen, bei denen derartige Kugeln in Gelatine gefeuert wurden - was dem Standardverfahren für Versuche entspricht, um die Wirkung festzustellen - "unbefriedigend" waren.

Da die Munition vom US-Militär bisher nicht abschließend getestet und für die Verwendung freigegeben wurde, wird sie von US-Soldaten auch nicht eingesetzt. Dies trifft aber den Berichten zufolge offenbar nicht auf die ""zivilen Sicherheitsunternehmen", die im Irak tätig sind und häufig im Auftrag für die US-Regierung arbeiten.

Ben Thomas, ein Mitarbeiter eines solchen Unternehmens, berichtet, daß er bei einem Feuergefecht in Baghdad die Munition eingesetzt hat. Dabei traf er einen Gegner im Gesäß, was diesen auf der Stelle tötete.

"Sie drang in seinen Hintern ein und zerstörte alles in linken unteren Bereich seines Bauchs... alles war zerrissen worden", erzählte er.

Bei der Munition handelt es sich zwar nicht um "Massenvernichtungswaffen", nichtsdestotrotz aber um ebenso verbotene Waffen, die aber offenbar trotzdem - zumindest indirekt - durch die USA eingesetzt werden.

Dies und die Tatsache, daß man offenbar bereit ist, Forschungsvorhaben finanziell zu unterstützen, zeigt, daß die US-Regierung derartigen Waffen alles andere als ablehnend gegenübersteht.

Zwar ist den USA in diesem Zusammenhang bisher keine direkte Verletzung des Haager Abkommens vorzuwerfen, da dieses nur den Einsatz derartiger Waffen verbietet und nicht die Forschung und Entwicklung oder die Duldung des Einsatzes durch Söldner, es scheint aber nur eine Frage der Zeit zu sein, bis dies eintritt.





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