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Saddam Hussein gefangengenommen?
14.12.2003









Alle Medien berichten davon: Saddam Hussein ist in der Nacht zum Sonntag in seiner irakischen Heimatstadt Tikrit von US-Soldaten gefangen genommen worden.

Wie AP berichtete, hat der britische Premierminister Tony Blair dies bereits bestätigt.

Andere Meldungen berufen sich vorrangig auf Aussagen von Mitgliedern des von den USA eingesetzten "irakischen Regierungsrates", die sich dabei wiederum auf den US-Verwalter des Iraks, Paul Bremer, beriefen.

Bei der amerikanischen 4th Infantry Division, die für das Gebiet um Tikrit verantwortlich ist, "eingebettete" Journalisten berichteten andererseits, daß in der Nacht zum Sonntag und am frühen Sonntag keinerlei auffällige Aktivitäten des Militärs beobachtet worden seien.

Der arabische Sender Al-Jazeera berichtete bereits unter Berufung auf spanische Quellen, daß Hussein durch einen DNS-Test identifiziert worden sei. Dies wurde der Meldung zufolge auch von Intifad Qanbar, dem Sprecher des "Regierungsrats" bestätigt.

Bei genauerer Betrachtung scheint diese Behauptung allerdings zumindest bemerkenswert zu sein. Zwar ist es bei einem entsprechenden Aufwand möglich, eine derartige Analyse in 10 Stunden fertigzustellen, andererseits ist dies den USA offenbar bei den angeblichen Leichen der Söhne Saddam Husseins, Uday und Qusay, bis heute nicht gelungen - zumindest ist das Ergebnis nicht veröffentlicht worden.

In verschiedenen Berichten werden US-Beamte zitiert, nach deren Aussage der verhaftete Mann zwar nicht wirklich wie Hussein ausgesehen habe, er aber anhand weiterer Merkmale als dieser erkannt worden sei.

Hierbei sei an frühere Behauptungen der USA erinnert, daß Hussein eine ganze Reihe von Doppelgängern habe, weil er befürchtete, Opfer eines Anschlags zu werden.

Sollte es sich bei dem Gefangengenommenen tatsächlich um Hussein handeln, wird die nächste Zeit zeigen, ob die amerikanische Behauptung, er würde zumindest einen Teil des irakischen Widerstands gegen die Besatzer steuern und ein Großteil der Kämpfer seien seine Anhänger, den Tatsachen entspricht. In dem Fall müßten die Angriffe - eventuell nach einer kurzen Zeit der "Rache" - deutlich zurückgehen.

Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, könnte seine Gefangennahme - und hier ist tatsächlich die Meldung ausreichend, unabhängig, ob es sich tatsächlich um Hussein handelt - zu einer Zunahme der Angriffe führen, da nun nicht mehr zu befürchten ist, daß Hussein durch einen erfolgreichen Widerstandskampf wieder an die Macht gelangen könnte.





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