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Ist Hussein bald tot?
27.12.2003









Bild-Online berichtete am Samstag unter Berufung auf eine Meldung des amerikanischen Magazins Globe, daß der durch den amerikanischen Einmarsch im Irak gestürzte frühere Präsident des Landes, Saddam Hussein, an Hautkrebs erkrankt sei und dieser so weit fortgeschritten sei, daß sich schon Metastasen in den Lymphknoten gebildet hätten.

Diese Information soll dem Globe zufolge von US-Geheimdienstquellen stammen.

Ein Fleck über Husseins linker Augenbraue wird dabei als bösartiges Melanom bezeichnet.



Tatsächlich sind über seiner Augenbraue zwei Flecke zu sehen. Der Vergleich mit einem älteren Photo Husseins zeigt, daß der näher an der Schläfe gelegene Fleck schon damals existierte.

Der zweite Fleck scheint in der Vergrößerung ziemlich eindeutig eine kleine Wunde zu sein, er ist länglich, dunkelrot und die umliegende Haut ist gerötet.

Die arabische Tageszeitung Al-Watan berichtete einem Artikel auf ArabNews vom Samstag zufolge andererseits, daß Hussein bei den letzten Verhören gedroht haben soll, die "politischen Spiele" und die Rolle der USA bei der Besetzung Kuwaits zu enthüllen.

Al-Watan berief sich dabei auf eine hochrangige europäische Quelle. Tatsächlich ist aufgrund der engen Verbindungen Washingtons zum Irak in den 80er Jahren davon auszugehen, daß Hussein eine Menge zu erzählen hätte.

Der Quelle nach hat Hussein aufgehört, Fragen zu beantworten und gesagt, er würde den Internationalen Gerichtshof in Den Haag auffordern, die Vereinigten Staaten wegen des Einsatzes von verbotenen Waffen gegen die Iraker in den letzten beiden Kriegen gegen sein Land anzuklagen.

Auch ohne das tatsächliche Aussprechen dieser Drohung ist den USA sicherlich bewußt, daß ein öffentliches Gerichtsverfahren das große Risiko birgt, daß Hussein eben solche Enthüllungen macht.

Ebenso wäre sein "Tod" für die USA von Vorteil, wenn es sich bei dem Gefangenen in Wirklichkeit nicht um Saddam Hussein handeln sollte, sondern um einen Doppelgänger oder womöglich sogar um eine vollständige Inszenierung, da ein derartiger Schwindel in einem Gerichtsverfahren höchstwahrscheinlich auffliegen würde.

In jedem Fall wäre der Tod durch eine Krankheit aus Sicht der USA einem Tod durch Waffengewalt, sei es durch einen Kampf oder durch eine Hinrichtung, vorzuziehen, da er andernfalls sehr leicht zu einem Märtyrer werden könnte.

Der Verdacht, daß hier also das "Ableben" Husseins vorbereitet werden soll, ist nicht ganz von der Hand zu weisen.





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