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Hussein oder nicht Hussein?
14.12.2003









Ein eingehender Vergleich der von den USA veröffentlichten Bilder, die den als Saddam Hussein bezeichneten Gefangenen zeigen, läßt weiterhin einige Zweifel an der Identität des Mannes offen, wie dies auch schon bei den Männern der Fall war, die als seine getöteten Söhne bezeichnet wurden.




Diese vom US-Militär veröffentlichte Bild ist nach US-Angaben eine Aufnahme des Gefangenen, nachdem er rasiert wurde.
Das Bild wurde um 10 grad gedreht, um eine möglichst gerade Kopfposition zu erreichen.
Die blauen Balken markieren die Entfernung der Augenbrauenspitze bis zur Nasenspitze im Vergleich zur Entfernung zum Haaransatz, während die grünen Balken zweifach um sich selbst verlängert die Entfernung Augenwinkel - Nasenspitze markieren.





Hier wiederum die blauen und grünen Balken in einer Aufnahme, die Saddam Hussein zeigen soll (angesichts der angeblichen zahlreichen mehr oder weniger "perfekten" Doppelgänger ist auch diese Aussage nicht absolut sicher).

Während die grünen Balken einen zumindest ähnlichen Abstand des Augenwinkels zur Nasenspitze zeigen, zeigen die blauen Balken einen auffälligen Unterschied. Während der blaue Balken vom Haaransatz ausgehend hier nur bis zur Augenbraue reicht, erreicht er im vorangegangenen Bild das Auge.




(Anmerkung: Dieses Bild ist senkrecht gestaucht, es kam aber in dieser Form von Nachrichtenagenturen. Für einen Vergleich von senkrechten Längen sollte dies aber relativ unerheblich sein.)


Auch dieses Bild, eine Aufnahme kurz nach Gefangennahme des Mannes und noch vor der Rasur und weitergehender "Verschönerung" verdeutlicht wiederum anhand der farbigen Balken die genannten Abstände.

Während die Aussagekraft der blauen Balken hier sicherlich aufgrund der wirren Haare nur mangelhaft ist, zeigen die grünen Balken einen sehr deutlichen Unterschied zu den vorangegangenen Bildern.

Allerdings sprechen auch einige Merkmale für eine übereinstimmende Identität.



Hier fallen das Muttermal über seiner linken Augenbraue, zur Schläfe hin, die Falten auf seiner Stirn und die Falte an seiner Nase auf. Sollte Hussein allerdings tatsächlich einen entsprechenden Aufwand getrieben haben, um Doppelgänger von sich zu schaffen, wie dies behauptet wurde, so wären dies sicherlich Merkmale, die operativ erreichbar wären.

Eine abschließende Analyse ist mit dem vorliegenden Bildmaterial kaum wirklich möglich, allerdings wecken auch weitere Fakten zumindest Zweifel.

Wie schon bei anderen "Erfolgen" kommt auch dieser zu einem Zeitpunkt, da die amerikanische und britische Regierung sich wachsender Kritik wegen des Irakkriegs gegenübersieht.

Außerdem ist erst vor wenigen Tagen die Schaffung eines "irakischen" Kriegsverbrechertribunals beschlossen worden. Es ist zu erwarten, daß Hussein - oder die als solcher bezeichnete Person - vor dieses gestellt werden wird.

Generalleutnant Ricardo Sanchez, der Oberkommandierende der US-Streitkräfte im Irak, sagte darüberhinaus einer AP-Meldung vom Sonntag zufolge, daß er nicht erwarte, daß die Angriffe auf die US-Soldaten durch die Gefangennahme Saddam Husseins zurückgehen würden. Dies war ein klarer Widerspruch gegenüber der sonst üblichen Darstellung, daß Hussein zumindest einen Teil des Widerstands steuerte.

Selbst, wenn wie von den USA behauptet, ein DNS-Test tatsächlich eine Übereinstimmung beider Proben gezeigt hat, bleibt doch die Frage offen, ob wirklich sicher ist, daß es sich bei der "Originalprobe" tatsächlich mit absoluter Sicherheit um eine Probe des "echten" Saddam Hussein und nicht eines seiner Doppelgänger handelt.





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