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Kurden fordern Autonomie
23.12.2003









Middle East Online berichtete am Montag von einer Demonstration in der nordirakischen Stadt Kirkuk, bei der die Autonomie Kurdistans gefordert wurde.

Dem Bericht zufolge hatten sich am Montag tausende von Menschen versammelt und forderten in der größten Demonstration in dieser Stadt seit dem Fall des Regimes von Saddam Hussein ein unabhängiges Kurdistan, von dem Kirkuk den Forderungen nach ein Teil sein soll.

Bevor Hussein mit der "Arabisierung" von weiten Teilen des nördlichen Iraks begonnen hatte, bildeten die Kurden die Mehrheit der Bevölkerung in Kirkuk.

Diese Demonstration kann als weiteres Anzeichen für ein bevorstehendes Zerfallen des Iraks angesehen werden.

Waren die - von der Türkei gefürchteten - Autonomiebestrebungen der kurdischen Bevölkerung im Nordirak schon immer stark, so existiert derzeit kein diktatorischer Präsident, der diesen Wunsch mit Gewalt unterdrückt würde.

Ein Zerfall des Iraks in mehrere unabhängige Staaten wäre nicht nur ein politisches Fiasko für die USA, auch die politische und insbesondere auch die wirtschaftliche Kontrolle über mehrere Länder wäre wesentlich schwer auszuüben.

Außerdem würde ein unabhängiges Kurdistan die Türkei vermutlich zu einem militärischen Eingreifen provozieren, wie dies bereits mehrfach angedeutet worden ist.

Ganz besonders bemerkenswert war bei der Demonstration die Forderung, daß Kirkuk ein Teil eines zukünftigen unabhängigen Kurdistans sein soll, da dies die Gründung eines unabhängigen Gebietes in der Zukunft praktisch als bereits sicher ansieht.





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