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Terrorismus in den USA
22.12.2003









Die USA führen den "Krieg gegen den Terror" weltweit. Und auch in den USA selbst sind eine ganze Reihe von Gesetzen wie beispielsweise der Patriot Act erlassen worden, um besser gegen geplante Terroranschläge vorgehen zu können. Daß bei diesem Krieg mehrere Länder angegriffen und besetzt wurden und die Grundrechte in den USA stark eingeschränkt wurden wird dabei als notwendig angesehen.

Dabei wird sich aber offenbar so stark auf eine Bedrohung durch ausländische Terroristen konzentriert, daß eine Organisation von US-Amerikanern, die offenbar den Einsatz von chemischen Waffen in den USA plante und vorbereitete in den Medien so gut wie keine Beachtung findet.

Am 13. November hatte das US-Justizministerium gemeldet, daß der 62-jährige William J. Krar in dem Verfahren gegen ihn gestanden hatte, Natriumzyanid und andere Chemikalien besessen zu haben, um daraus eine Waffe zu bauen. Wird Natriumzyanid mit ebenfalls in Krars Besitz gefundenen starken Säuren vermischt, so entsteht das tödliche Zyanidgas.

Einer der sehr seltenen Berichte über das Thema wurde am 26. November von CBS veröffentlicht.

Anscheinend gehörten Krar und zwei weitere festgenommene Personen, Edward Feltus und Judith L. Bruey, die mit Krar im US-Bundesstaat Texas zusammenlebte, einer Organisation rassistischer Weißer an oder bewegten sich zumindest in diesem Umfeld.

Bereits im Jahr 1995 war gegen Krar und eine weitere Person wegen illegalen Waffenbesitzes ermittelt worden. Damals hatte der andere Verdächtige anfangs ausgesagt, daß er und Krar die Regierung haßten und planten, Bombenanschläge auf Regierungsgebäude zu verüben. Später widerrief er diese Aussage allerdings. Krar bestritt die Vorwürfe und wurde nicht verhaftet.

Die Ermittlungsbehörden befürchten, daß Krar über die eine in seinem Besitz gefundene Natriumzyanidbombe weitere gebaut hat und daß sich diese im Besitz von Extremisten befinden, die planen, mit ihnen Anschläge zu verüben.

Obwohl sie durch Aussagen ihre Haftstrafen möglicherweise vermindern könnten, haben sich die drei Personen bisher geweigert, den Behörden bei den Ermittlungen zu helfen, was dazu geführt hat, daß diese ins Stocken geraten sind.

Der ganze Fall ist nur durch einen Zufall ans Licht gekommen. Krar hatte ein Paket mit gefälschten Ausweisen, darunter des militärischen Geheimdienstes der USA und der Streitkräfte der Vereinten Nationen, an Feltus geschickt. Dieses Paket wurde von der Post versehentlich an eine andere Person ausgeliefert, der die Polizei informierte, als er den Inhalt des Paketes sah.

Am Sonntag ist die amerikanische Terrorwarnstufe der "Heimatschutzbehörde" auf "orange" angehoben worden, den zweithöchsten Wert.

Nach Angaben der Behörde gäbe es "deutliche Hinweise" auf Planungen von Al-Qaida, einen Anschlag in den USA zu verüben.

Ein möglicher Anschlag mit Chemiewaffen in den USA scheint wesentlich weniger bedrohlich zu sein, wenn die möglichen Täter Amerikaner sind.





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